Timm Meyer ist als Vorsitzender noch ein Grünschnabel und freut sich darüber, in dieser Funktion dem Verein etwas zurückgeben zu können.
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Timm Meyer ist als Vorsitzender noch ein Grünschnabel und freut sich darüber, in dieser Funktion dem Verein etwas zurückgeben zu können. Schmidt

Schinna 15.04.2017 Von Daniel Schmidt

„Das ist keine One-Man-Show“

Timm Meyer gehört beim TSV Anemolter-Schinna als 34-Jähriger zu den jungen Vereinsvorsitzenden im Kreis

[DATENBANK=4119]Timm Meyer[/DATENBANK] ist seit seiner frühesten Kindheit eng mit dem [DATENBANK=303]TSV Anemolter-Schinna[/DATENBANK] verbunden, durchlief dort als Fußballer sämtliche Jugendmannschaften und steht auch aktuell mit der Erstvertretung in der 1. Kreisklasse auf dem Platz. Seit einem Jahr ist er zudem Vorsitzender des Vereins – mit seinen 34 Jahren gehört er damit zu den jungen Vertretern seiner Zunft. Über Meyers Vorgänger Ralf Berning, der beim TSV zehn Jahre das Zepter in der Hand hielt und dort mittlerweile Ehrenvorsitzender ist, kam die „Wachablösung“ zustande. Meyer: „Wir sind hier eine große Familie, man kennt sich einfach. Schon als Spieler hatte ich dann natürlich auch Kontakt zu den Leuten im Vorstand.“

Ralf Berning überzeugte Timm Meyer von der Idee, nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch als TSV-Vorsitzender die Kommandos zu geben. „Er ist auf mich zugekommen und hat mir die Geschichte erläutert. Für mich schien der Zeitpunkt richtig, dem Verein auf diese Weise etwas zurückgeben zu können“, unterstreicht Meyer, der ohne große Vorkenntnisse in dieses Amt „reingerutscht“ ist. Der Verantwortung ist er sich bewusst. „Klar, die Aufgaben sind ziemlich anspruchsvoll. Aber genau das macht es auch interessant. Es ist einfach spannend, alles unter einen Hut zu bekommen.“

Als einen Vorsitzenden, der hauptsächlich nach eigenem Gutdünken handelt, sieht er sich nicht – darauf legt er großen Wert. „Einer allein schafft das auch nicht.“ Der Vorstand in Schinna ist breit aufgestellt, darüber ist Meyer froh. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein und haben generell viele Helfer im Verein.“

Meyer arbeitet als Sozialversicherungsangestellter bei der [DATENBANK=1388]AOK[/DATENBANK] in Stolzenau und ist Vater zweier Töchter – das richtige Zeitmanagement ist das A und O. „Wir treffen uns alle sechs Wochen zur Vorstandssitzung, sitzen dann schon bis zu zwei, drei Stunden zusammen.“ Entscheidungen zu überstürzen, davon hält Meyer nichts. „Ich finde es besser, lieber zweimal darüber zu sprechen und dann zu entscheiden.“ Besonders der Nachwuchs liegt ihm am Herzen. Darum möchte er sich auch in Zukunft verstärkt kümmern. „Wir nehmen mit 20 Fußballmanschaften am Spielbetrieb teil, 16 davon sind Jugendteams“ – und das in einem Verein mit rund 600 Mitgliedern.

„Wir sind die Gallier“, sagt Meyer mit einem Schmunzeln – der TSV als kleinerer Verein, der sich zu wehren weiß. „Wir hatten hier in Schinna auch schon ein paar schwierige Jahre. Aber da sind wir jetzt durch.“ Meyer spricht in diesem Zusammenhang auf die Problematik des Spielermangels, gerade auch in der Jugend, an. „Wir hatten kaum eine eigene Jugend. Da kamen dann mehrere Jahre nur selten Spieler nach.“

Meyer, der eine Zeit lang in Syke arbeitete und in Bremen wohnte, war nicht ausschließlich beim TSV als Fußballer aktiv, sondern schnürte auch drei Jahre beim ASC Nienburg in der Bezirksklasse und beim [DATENBANK=6570]SC Uchte[/DATENBANK] in der Bezirksliga die Fußballstiefel.

In seiner Funktion als Vorsitzender freut sich Meyer zwar über sportlichen Erfolg, wichtiger sind ihm grundsätzlich die „guten Verhältnisse“ des Vereins. „Die Voraussetzungen müssen stimmen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass jeder hier seinen Sport mit Spaß und Freude ausüben kann“ – und das nicht nur in der Fußballsparte. Schließlich soll auch in den Bereichen Tennis, Tischtennis oder auch beim Turnen das jeweilige Angebot zur Attraktivität des Vereins beitragen.

Seine erste Jahreshauptversammlung als Vorsitzender hat Meyer bereits hinter sich gebracht. „Ich habe es genossen, vor der Versammlung zu stehen.“ Gleich 17 Mitglieder durfte er für deren 50-jährige Mitgliedschaft ehren – auch dieser Teil ging ihm bei seiner Feuertaufe als Vorsitzender bereits locker von der Hand.

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Erstellt:
15. April 2017, 21:00 Uhr
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