Arne Hildebrandt DH

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Kolumnen 27.12.2017 Von Arne Hildebrandt

Das kommt nicht in die Tüte

Plastiktüten ade: Viel zu viel Plastikmüll landet in den Meeren, habe ich einmal an der Kasse eines Elektroladens gelesen. Es sollte als Argument dienen, Geld für eine Plastiktüte hinzublättern. Mit den Tüten ist es so ein Ding: Man braucht sie. Aber eigentlich nur kurze Zeit, aber in dieser Zeit sind sie wichtig, um das transportieren zu können, was man gerade gekauft hat. Und: Meistens hat man sie nicht dabei, wenn man einkauft. Unmengen von Plastikmüll schwabbelt in den Weltmeeren herum. Doch woher stammt der Dreck? Gewöhnlich wirft man Plastiktüten in die Gelbe Tonne, wenn man sie denn schon nicht weitere Male benutzt.

In einem Kaufhaus in Hannover muss man sich die Plastiktüte regelrecht mit der Höhe des Einkaufes verdienen. Für 198 Euro hatte ich eingekauft. Zwei Euro zu wenig, um kostenlos eine Tüte zu bekommen. Mein Hinweis, dann kaufe ich eben eine Tüte, aber die soll neutral sein, schließlich will ich nicht Reklame laufen und noch dafür bezahlen müssen, lief ins Leere.

Ich ließ Tüte Tüte sein, zum Glück war der Weg zum Parkhaus nicht weit. In einem Nienburger Laden legte mir vor ein paar Tagen eine Verkäuferin das als Geschenk eingewickelte Buch ohne Tüte auf den Tresen, obwohl es in Strömen goss. Ich musste erst um eine bitten und bekam dann ein Riesending. Obwohl es dort früher kleine, dünne Tüten für nur ein Buch gab. Ich bekam sie sogar umsonst. Aber nur, weil ich kein Bargeld dabei hatte und es nicht klappte, 20 Cent mit der Kreditkarte zu zahlen.

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Erstellt:
27. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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