Ist wegen seiner Corona-Infektion beim zweiten Rennen in Bahrain nicht dabei: Lewis Hamilton. Foto: Hamad Mohammed/Pool Reuters/AP/dpa

Ist wegen seiner Corona-Infektion beim zweiten Rennen in Bahrain nicht dabei: Lewis Hamilton. Foto: Hamad Mohammed/Pool Reuters/AP/dpa

Sakhir 03.12.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Das muss man zum Großen Preis von Sakhir wissen

Die Formel 1 hat bewegte Tage hinter sich. Beim vorletzten Saisonrennen in Bahrain wird am 6. Dezember (18.10 Uhr/RTL und Sky) vieles anders sein als in der Vorwoche am gleichen Ort. Nicht nur das Fehlen von Weltmeister Lewis Hamilton beschäftigt die Rennserie in der Wüste von Sakhir.

Warum ist Superstar Hamilton nicht dabei?

Als dritter Fahrer in dieser Saison muss der Mercedes-Pilot wegen einer Corona-Infektion aussetzen. Zwar habe er „alles Menschenmögliche“ unternommen, um sich zu schützen, doch am Montag wurde der 35-Jährige positiv getestet. Auch wenn er nur milde Symptome verspürte, muss sich der siebenmalige Champion für zehn Tage in Quarantäne begeben. Für ihn übernimmt sein britischer Landsmann George Russell das Cockpit des Silberpfeils. Williams gab Russell frei und setzt in Sakhir dafür Debütant Jack Aitken ein. Ob Hamilton in der nächsten Woche beim Saisonfinale in Abu Dhabi fahren darf, ist noch ungewiss.

Welche Folgen hat der schwere Feuer-Unfall aus der Vorwoche?

Romain Grosjeans Horror-Crash kurz nach dem Start am vergangenen Sonntag hat die Formel 1 geschockt. Dass der Franzose aus den Flammen seines zerstörten Autos nur mit leichten Verbrennungen an seinen Händen entkam, glich einem Wunder. Nach drei Tagen konnte der 34-Jährige am Mittwoch das Krankenhaus verlassen. Auf einen Start am Sonntag muss Grosjean verzichten. Der Brasilianer Pietro Fittipaldi rückt nach. Spätestens der Unfall von Grosjean hat der Formel 1 bewiesen, wie richtig und lebensrettend die Einführung des Cockpitschutzes „Halo“ war. Unklar ist noch, ob die Rennserie bei ihren Bemühungen um mehr Sicherheit auch die Streckenbegrenzungen erneut überprüfen muss. Grosjeans Cockpit hatte eine Leitplanke durchschlagen.

Wie nimmt die Formel 1 den Aufstieg von Mick Schumacher zur neuen Saison auf?

Als hätte die Rennserie nach den jüngsten Ereignissen nicht genug Gesprächsstoff, verkündete das US-Team Haas nun endlich auch die erwartete Verpflichtung von Michael Schumachers Sohn für 2021. „Großartig, Dich nächstes Jahr in der Meisterschaft zu haben“, twitterte Weltverbandschef Jean Todt, ein enger Freund der Schumacher-Familie. Sportlich wird es für Mick Schumacher im unterlegenen Haas zunächst ein Lehrjahr, aber das Interesse am 21-Jährigen und damit auch an seinem Rennstall und der Formel 1 werden gewaltig sein. In schwierigen Zeiten wie diesen bringt Mick Schumacher genau das, was der Sport dringend braucht: Aufmerksamkeit.

Und was bringt das Rennen?

Die WM-Wertungen sind zwar längst entschieden, aber die Macher haben sich noch einmal etwas einfallen lassen: Statt auf dem Standardkurs wird erstmals auf der ovalartigen Außenstrecke des Bahrain International Circuit gefahren. Bei den Piloten duellieren sich der Finne Valtteri Bottas (Mercedes) und der Niederländer Max Verstappen (Red Bull) noch um die Vize-Weltmeisterschaft. In der Teamwertung, die über die Verteilung der Gelder entscheidet, geht es zwischen McLaren, Racing Point, Renault und Ferrari um die Plätze drei bis sechs.

© dpa-infocom, dpa:201202-99-548405/3

Infos zur Strecke

Informationen des Weltverbands

Formel-1-Analyse zur Schumacher-Verpflichtung

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Erstellt:
3. Dezember 2020, 07:15 Uhr
Lesedauer:
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