Man darf nicht zimperlich sein beim Schlammrennen. Hier musste sich Stefan Sondermeyer „nur“ unter dicken Balken durchkämpfen, bei anderen Prüfungen gab‘s sogar Stromstöße. Sondermeyer

Man darf nicht zimperlich sein beim Schlammrennen. Hier musste sich Stefan Sondermeyer „nur“ unter dicken Balken durchkämpfen, bei anderen Prüfungen gab‘s sogar Stromstöße. Sondermeyer

Weeze 13.05.2017 Von Die Harke

„Das war das Härteste“

Nach Kickboxen und Fußball: Stefan Sondermeyer bewältigt einen „Schlammlauf“ über 42 Kilometer

Es geht zwar über 42 Kilometer, doch das Abenteuer, das Stefan Sondermeyer in Weeze an der holländischen Grenze erlebt hat, das hat nur bedingt mit dem Marathon bekannter Prägung zu tun. Beim „Mud Masters“ geht‘s nicht auf befestigten und nahezu ebenen Strecken mehr oder minder im Alleingang Richtung Ziel. Beim „Mud Masters“ geht es über Rutschen, unter Stromgeflecht, über Bretterwände, durch Schlammwüsten und beim Versagen an manchen Hindernissen auch durch eiskaltes Wasser. Das „Mud Masters“ ist zudem nichts für Einzelkämpfer, sondern ein Teamwork-Event. „Das war das Härteste, was ich je mitgemacht habe“, erzählt Sondermeyer im HARKE-Gespräch. Und das hat einiges zu bedeuten, schließlich ist die sportliche Vita des Eystrupers recht umfassend: ehemaliger deutscher und Europameister im Kickboxen (Cruisergewicht), passabler Fußballer beim [DATENBANK=654]TSV Hassel[/DATENBANK] und beim [DATENBANK=1646]SV Hoyerhagen[/DATENBANK]. Das „Mud Masters“, erzählt Sondermeyer, ist indes keine Prüfung allein für den Körper. „Es war mental mindestens genauso anstrengend.“

Rund 16.000 Teilnehmer nahmen die Herausforderung in dem kleinen Örtchen Weeze an. Der 37-Jährige hatte sich mit drei Kumpels verabredet, die er bei einem früheren Lauf kennengelernt hatte; für den Nordkreisler war das „Mud Masters“ der achte Schlammlauf. Die Aufgabe: 42 Kilometer, 118 Hindernisse aus Sand, Holz und Wasser, darunter richtig gemeine Sachen, die zusätzliche Körner forderten. Der schnellste Marathoni erreicht nach etwas mehr als fünf Stunden das Ziel, „wir haben sieben bis acht Stunden gebraucht“, sagt Sondermeyer. Genauer wusste er es nicht, die Zeit spielte keine wirklich wichtige Rolle. Es ging um das Ankommen, um das Bewältigen der Strecke.

Es war aber auch eine klasse Erfahrung für Kopf und Seele, diese Challenge geschafft zu haben.

„Es war schon was anderes als die X-letix, bei denen ich schon öfter gestartet bin in verschiedenen Regionen wie Stadtoldendorf, Gelsenkirchen, Timmendorfer Strand und Grömitz.“ Stets ging es über Strecken oberhalb von 18 Kilometern. „Aber das in Weeze war bislang das Härteste, was ich je mitgemacht habe. Das war über meinem Limit. Es war aber auch eine klasse Erfahrung für Kopf und Seele, diese Challenge geschafft zu haben.“ Reichlich Motivation zog Sondermeyer aus dem kollegialen, fast freundschaftlichen Umgang der Teilnehmer. „Von vielen Mitläufern wurde man immer wieder gepusht. Das war schon ein positiver Aspekt des Ganzen.“

Nun könnte man meinen, Stefan Sondermeyer hat erstmal genug von Schlamm und Eiswasser, aber im Gegenteil. In Hamburg am 16. September wird ebenfalls die Marathondistanz angeboten, „und ich will nicht ausschließen, dass ich mich da anmelde“. Auch Tirol im Juli steht noch im Kalender.

Über eine riesige Rutsche in eiskaltes Wasser, immer wieder durch tiefen Schlamm: Stefan Sondermeyer blieb kaum etwas erspart beim „Mud Masters“ in Weeze. Sondermeyer

Über eine riesige Rutsche in eiskaltes Wasser, immer wieder durch tiefen Schlamm: Stefan Sondermeyer blieb kaum etwas erspart beim „Mud Masters“ in Weeze. Sondermeyer

Über eine riesige Rutsche in eiskaltes Wasser, immer wieder durch tiefen Schlamm: Stefan Sondermeyer blieb kaum etwas erspart beim „Mud Masters“ in Weeze. Sondermeyer

Über eine riesige Rutsche in eiskaltes Wasser, immer wieder durch tiefen Schlamm: Stefan Sondermeyer blieb kaum etwas erspart beim „Mud Masters“ in Weeze. Sondermeyer

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Erstellt:
13. Mai 2017, 21:00 Uhr
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