Übergabe der Teilnahmeurkunde zum Netzwerk Daseinsvorsorge an Hoyas Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer und Regionalmanager Stephan Landau durch Dr. Michael Frehse, Leiter der Abteilung „Heimat“ im Bundesministerium des Innern. Foto: Hochschule Neubrandenburg / D. Enters

Übergabe der Teilnahmeurkunde zum Netzwerk Daseinsvorsorge an Hoyas Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer und Regionalmanager Stephan Landau durch Dr. Michael Frehse, Leiter der Abteilung „Heimat“ im Bundesministerium des Innern. Foto: Hochschule Neubrandenburg / D. Enters

Neubrandenburg 05.12.2018 Von Die Harke

Daseinsvorsorge neu denken

Bundesweites Netzwerk Daseinsvorsorge gegründet: Die Förderregion „Mitte Niedersachsen“ ist mit dabei

Kürzlich fand in Neubrandenburg die Gründungsveranstaltung des „Netzwerks Daseinsvorsorge“ unter Beteiligung von Staatssekretär Dr. Markus Kerber im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat statt. Mit dem gleichnamigen Modellvorhaben für Raumordnung unterstützen das Bundesministerium und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung den Aufbau dieses Netzwerkes, an dem 23 ländliche Regionen aus dem ganzen Bundesgebiet teilnehmen, darunter 14 Landkreise, sechs Gemeindeverbünde und drei regionale Planungsverbände. Die ILE-Region Mitte Niedersachsen ist eine der Regionen, die am Netzwerk teilnimmt. „Wir versprechen uns über das Netzwerk neue Inspirationen und Ideen zu bekommen, die uns dabei helfen die Organisation der Daseinsvorsorge in der Region neu zu denken“ , so Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer aus Hoya als Vertreter der ILE-Region.

Ziel des Netzwerks ist es, die Daseinsvorsorge in den ländlichen Regionen zu sichern und Strategien und Maßnahmen im Sinne des erfolgreichen Ansatzes der Regionalstrategie Daseinsvorsorge zu fördern, zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

Das Netzwerk versteht sich als Kompetenznetzwerk, Informationsknoten und Dialogplattform. Zudem verstehen sich die Modellregionen als Praxispartner für Wissenschaft und Forschung und als „Praxisschmiede“ für die Planung und Umsetzung von qualitätsvoller regionaler Daseinsvorsorge. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Wissenstransfer bzw. dem gegenseitigen Austausch im Sinne eines Lernnetzwerkes.

Das Netzwerk soll zudem als Sprachrohr zu Themen der Daseinsvorsorge und gleichwertigen Lebensverhältnissen in die Landes- und Bundespolitik dienen. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf den Themen „Demografie, Daseinsvorsorge und Lebensqualität in ländlichen Räumen“.

Im September und Oktober hatte das Regionalmanagement im Rahmen einer Raumstudie eine umfangreiche Umfrageaktion durchgeführt, um sowohl reale funktionale als auch emotionale Verflechtungen der Menschen aus der Region sichtbar zu machen. Die Auswertungen, die auch Erkenntnisse zu verschiedenen Themen der Daseinsvorsorge liefern, werden Anfang 2019 auf der Webseite www.rem-mitte-niedersachsen.de veröffentlicht.

Die Region „Mitte Niedersachsen“

Die im Jahre 2008 neu formierte Region „Mitte Niedersachsen“ umfasst die Städte Nienburg, Rehburg-Loccum, die Samtgemeinden Grafschaft Hoya, Heemsen, Liebenau, Marklohe, Mittelweser, Steimbke, Uchte und der Flecken Steyerberg im Landkreis Nienburg, die Stadt Sulingen, die Samtgemeinden Bruchhausen-Vilsen, Kirchdorf, Schwaförden und Siedenburg im Landkreis Diepholz sowie die Samtgemeinde Thedinghausen im Landkreis Verden. Sie bilden die ILERegion, welche für das Förder-rogramm für Integrierte Ländliche Entwicklung vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) steht. Ein Ziel von ILE ist die Stärkung von ländlichen Räumen durch die Zusammenarbeit der Akteure vor Ort.

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Erstellt:
5. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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