Apotheken verkaufen zurzeit mehr Desinfektionsmittel, dafür weniger Erkältungsmittel. Foto: Minerva Studio - stock.adobe.com

Apotheken verkaufen zurzeit mehr Desinfektionsmittel, dafür weniger Erkältungsmittel. Foto: Minerva Studio - stock.adobe.com

Landkreis 09.12.2020 Von Holger Lachnit

Des einen Freud‘, des anderen Leid

Der Mensch kann sich an vieles gewöhnen, auch an die Alltagsmasken. Inzwischen ist es selbstverständlich, diese beim Einkauf und in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen. Und war es am 1. Dezember noch ungewohnt, auf dem Weg zum Arbeitsplatz im Gebäude eine Maske zu tragen, so ist das nach nur einer Arbeitswoche beinahe eine Selbstverständlichkeit geworden.

Auch das Thema „Abstand“ haben wir verinnerlicht. Gottlob kommt es immer seltener vor, dass Leute ohne Einkaufswagen in den Supermarkt gehen und einem in der Schlange vor der Kasse auf die Pelle rücken.

Um die „Aha“-Regeln komplett zu machen, fehlt noch die Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen scheint ebenfalls Bestandteil unseres Alltags geworden zu sein. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schreibt, dass die Apotheken im Oktober 40 Prozent weniger Erkältungsmittel verkauft haben als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Sie beruft sich dabei auf Erhebungen der Apotheken und Krankenversicherungen.

Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln mache es den Erkältungs- und Grippeviren schwerer, sich zu verbreiten. Die Folge: Es gibt weniger Erkältete, die auf Mittel gegen Schnupfen und Husten angewiesen sind.

Des einen Freud’ ist des anderen Leid: Die Apotheken verbuchen weniger Umsätze bei Erkältungsmitteln. Allerdings vermelden sie Zuwächse bei Desinfektionsmitteln, Handcremes oder Hygieneartikeln. Nach Angaben von Sempora, einer Beratungsfirma für Apotheken, stieg hier der Umsatz im Vergleich zum Oktober 2019 um fast 83 Prozent.

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Erstellt:
9. Dezember 2020, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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