Jeder kann einen Defi bedienen – alle Schritte werden klar agesagt. Foto: wellphoto - stock.adobe.com

Jeder kann einen Defi bedienen – alle Schritte werden klar agesagt. Foto: wellphoto - stock.adobe.com

Nienburg 11.12.2020 Von Holger Lachnit

Defibrillatoren sichtbar machen

Guten Tag – ein Kommentar

Ein quadratisches Schild, auf grünem Grund sind ein weißes Herz mit einem Blitz-Symbol und ein weißes Kreuz dargestellt – so sieht der Hinweis auf jeden der öffentlich zugänglichen Defibrillatoren im Nienburger Stadtgebiet aus.

Doch was nützt eine solch gute Ausstattung, wenn niemand die Defibrillatoren findet?, fragte kürzlich ein langjähriger HARKE-Leser beim Besuch im Nienburger Verlagshaus. Er schlägt vor, die Hinweisschilder größer zu machen. Auch sollte es einen Plan geben, auf dem die Standorte alle Lebensretter verzeichnet sind. Schließlich sei es gerade im Fall eines Herzstillstands enorm wichtig, dass so schnell wie möglich Hilfe geleistet werde.

Das tolle an diesen Geräten ist, dass jeder Laie sie bedienen kann und niemand Sorge haben muss, etwas falsch zu machen: Über eine eingebaute Sprachfunktion gibt er an, welche Handgriffe in welcher Reihenfolge zu tun sind. Je nach Modell helfen dabei zusätzlich ein Bildschirm oder aufgedruckte Zeichnungen.

Richtig eingesetzt, kann ein automatisierter externer Defibrillator zwei typische Ursachen für einen Kreislaufstillstand erkennen und entsprechend reagieren – das Kammerflimmern und die Asystolie (keine Herzaktion).

Beim Kammerflimmern kann der Defibrillator einen kontrollierten Stromstoß abgeben, der das Herz wieder in einen regelmäßigen Rhythmus bringt. Bei der Asystolie hilft kein Stromstoß, sondern nur eine Herzdruckmassage. Dabei unterstützt der Defibrillator über seine eingebaute Sprachfunktion.

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Erstellt:
11. Dezember 2020, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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