Landkreis 24.03.2017 Von Die Harke

Dem Baugewerbe gehen die Azubis aus

Bauinnung Diepholz/Nienburg wählt neuen Vorstand / Werbung für Berufsfachschule

Auf der Versammlung der Bauinnung Diepholz/Nienburg in Sulingen hat sich ein neuer Vorstand konstituiert: Für eine letzte Amtszeit wurde Obermeister Herbert Schorling aus Bassum gewählt, sein 1. Stellvertreter ist Karsten Sprick (Kirchdorf), 2. Stellvertreter ist André Speckmann (Wagenfeld). Vorsitzender des Prüfungsausschusses für den Landkreis Nienburg wurde wiederum Hans-Ludwig Seebode (Marklohe), der auch stellvertretender Lehrlingswart ist. Den Prüfungsausschuss aus dem Landkreis Diepholz sitzt Markus Berndt (Bassum) vor. In ihren Ämtern bestätigt wurden der Schriftführer Michael Manowski (Sulingen), Lehrlingswart Günter Wohlers (Ehrenburg) sowie als sein Stellvertreter Hans-Ludwig Seebode (Marklohe). Zu den weiteren Beisitzern wurden Uwe Beuke (Twistringen) und Lutz Hollmann (Stuhr) gewählt, zum Kassenwart Jörg Schuster (Twistringen). Intensiv erörtert wurde auf der Innungsversammlung die Herausforderung, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Von den Berufsbildenden Schulen Nienburg appellierte Karsten Deking nachdrücklich insbesondere an die Betriebe im Landkreis Nienburg, Praktikumsplätze für die Schüler der Berufsfachschule Bau zur Verfügung zu stellen. Sie für einen Beruf am Bau zu begeistern, sei besonders wichtig, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen, denn diese Schüler hätten durch die Wahl der Berufsfachschule bereits signalisiert, dass sie sich für eine Karriere im Baugewerbe begeistern könnten. Auch wenn es sich nicht immer um die leistungsstärksten Schüler handeln möge, so lohne sich doch – so Deking – die Investition in deren Ausbildung.

Dies ist auch allein schon deshalb wichtig, um den Schulstandort für das Bauhandwerk in Nienburg zu sichern. Nur wenn genügend Schüler in allen Lehrjahren die Klassen besuchen, sei auf Dauer die wohnortnahe Beschulung in Nienburg sichergestellt. Gehe dieser Standort verloren, so werde es erst recht schwierig, Auszubildende zu finden. Der Innungsvorstand unterstützte diesen Appell. Hans-Ludwig Seebode wies darauf hin, dass die Betriebe sich auch um weniger gut qualifizierte Bewerber bemühen sollten. Schon aus demografischen Gründen werde es schwierig sein, diese Gruppe zu vernachlässigen. Sofern die Schüler die Berufsfachschule gut absolviert hätten, sollten sie auch schon ins zweite Ausbildungsjahr eingestellt werden, um die Leistung zu honorieren.

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Erstellt:
24. März 2017, 21:00 Uhr
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