Dem Fest entspannter entgegen sehen

Dem Fest entspannter entgegen sehen

Nienburg (DH). Die Adventszeit ist oft genug nicht besinnlich, sondern stressig. Dies umso mehr für Eltern, die in den Wochen vor Heiligabend in die Rolle des Weihnachtsmanns schlüpfen und Geschenke für den Nachwuchs besorgen wollen – und das möglichst, ohne dass die lieben Kleinen das mitbekommen. Als die Lebenshilfe im vergangenen Jahr erstmals eine qualifizierte Kinderbetreuung an den Adventssonnabenden anbot, traf sie damit ins Schwarze. In diesem Jahr wird das Angebot in größeren Räumlichkeiten und mit längeren Betreuungszeiten noch ausgeweitet.

Dass die Lebenshilfe eine Kinderbetreuung in der Vorweihnachtszeit anbietet, ist für Gabriele Friebe, Bereichsleiterin Kindertagesstätten, durchaus naheliegend: Die Lebenshilfe verstehe sich als Teil der Gemeinschaft und wolle sich in die Gemeinschaft auch einbringen. „Gerade über die Arbeit in den Kindertagesstätten bekommen wir eine recht konkrete Vorstellung von den Strukturen und den Bedürfnissen der Familien“, sagt sie. „Wir versuchen also, unser Angebot so zu gestalten, dass es den Bedarfen der Familien so weit wie möglich entspricht. Zum Beispiel mit der kostenlosen Kinderbetreuung an den Adventssonnabenden.“ Die Lebenshilfe verfüge über die geeigneten Räumlichkeiten, das entsprechend geschulte und vor allem motivierte Personal und wolle ohnehin nicht zwischen Kindern mit und ohne Handicap trennen – da biete sich ein Angebot für alle Kinder an.

Angesichts der großen Nachfrage werden Jungen und Mädchen im Krippen- und Grundschulalter in diesem Jahr in der „Kleinen Krähe“ am Kräher Weg betreut. Abgesehen von deutlich mehr Platz steht dem Nachwuchs dort auch die komplette Ausstattung eines Kindergartens zur Verfügung. Susanne Kakoschke, Leiterin der „Kleinen Krähe“: „Die Kinder haben dort viel mehr Möglichkeiten. Und wir können da in diesem Jahr an jedem Sonnabend ein kleines Highlight anbieten, beispielsweise zusammen backen. Außerdem handelt es sich eben um eine Kita, das hat auch Sicherheitsaspekte.“

Am 1., 8., 15. und 22. Dezember, jeweils von 10 bis 18 Uhr, ist Fachpersonal aus allen vier Lebenshilfe-Kitas für die Kinder da. „Das ist schon mit einigem Aufwand verbunden“, sagt Gabriele Friebe. „Ebenso wichtig ist aber die Bereitschaft der Mitarbeiterinnen, Dienstzeiten auf einen Sonnabend zu legen.“

Anzumelden brauchen die Eltern den Nachwuchs nicht. Wer mag, ist eingeladen, vor oder nach dem Bummel durch die Stadt noch einen Kaffee, Kakao oder Tee zu trinken.