Renate Dopieralski am heimischen Laptop. Fotos: Hagebölling

Renate Dopieralski am heimischen Laptop. Fotos: Hagebölling

Landkreis 26.09.2020 Von Die Harke

Dem Mobbing ausländischer Kinder entgegenwirken

Ehepaar Dopieralski aus Rohrsen setzt plattdeutsches Projekt „Abri“ um / Schulen sollen profitieren

Renate und Manfred Dopieralski aus Rohrsen setzen sich intensiv für den Erhalt der plattdeutschen Sprache ein. Bei der vergangenen niederdeutschen Fortbildungsveranstaltung des Landschaftsverbandes Weser-Hunte im September 2019, dem „Schoolmesterdag“, kamen Renate und Manfred Dopieralski auf den lokalen Geschäftsführer des Verbandes, Michael Duensing, zu mit der Frage, ob die Förderung eines plattdeutschen Films möglich sei.

Nach kurzer Zeit war klar: Dem Projekt steht nichts entgegen. Antragsteller ist die Sing- und Spielgemeinschaft Rohrsen, der auch das Ehe-paar Dopieralski angehört. Doch ohne eine schlüssige Finanzierung klappt ein solches Projekt nicht. Neben dem Landschaftsverband Weser-Hunte beteiligen sich ebenfalls die Sparkasse Nienburg und die Concordia-Stiftung.

Ursprünglich sollte der Film bereits im Kasten sein, doch die Corona-Pandemie machte die Dreharbeiten unmöglich.

Manfred Dopieralski bei „Platt in der Mensa“ in Heemsen.

Manfred Dopieralski bei „Platt in der Mensa“ in Heemsen.

Kürzlich trafen sich Michael Duensing, Andrea Rehberg von der Sparkasse Nienburg und Heiko Fellenberg von der Concordia Versicherung Rohrsen sowie Renate und Manfred Dopieralski in der Alten Schule in Rohrsen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Zudem berichteten die Nachwuchsfilmemacherin und -macher Franziska Gröne, Fabio Sobotzki und Joshua Görner davon, wie dieses Projekt umgesetzt werden soll.

In dem plattdeutschen Abenteuer-Lehrfilm aus der Feder von Manfred Dopieralski nach einer Idee von Thea Sophie Ahrens und Jara Gehle geht es um eine junge Schülerin aus Syrien namens „Abri“, die gemobbt wird. Der Film soll diesem Mobbing entgegenwirken und die Solidarität gegenüber ausländischen Kindern fördern, um somit die Integration in der Schulklasse zu verbessern.

Nach dem strategischen Austausch gaben Darstellerinnen und Darsteller mit kurzen Dialogen eine kleine Kostprobe aus dem Drehbuch.

Die Produktion wird voraussichtlich in der ersten Osterferienwoche im kommenden Jahr unter anderem auf dem Gelände der Grundschule Heemsen stattfinden. Leana Kelch, Tom Schuberth, Lorenz Meyer, Jara Gehle und Thea Sophie Ahrens werden in dem Film mitspielen, der dann, in Kooperation mit der Landesschulbehörde, auch in vielen Grundschulen gezeigt werden soll – um die plattdeutsche Sprache näherzubringen und um für mehr Toleranz zu werben.

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Erstellt:
26. September 2020, 22:37 Uhr
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