Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jüngsten Treffens des kreisweiten Netzwerks für Zuwanderinnen und Zuwanderer.Foto: Landkreis Nienburg

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jüngsten Treffens des kreisweiten Netzwerks für Zuwanderinnen und Zuwanderer.Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 22.03.2020 Von Die Harke

Dem Rassismus in der Schule begegnen

2003 gegründetes kreisweites Netzwerk für Zuwanderinnen und Zuwanderer hatte weiteres Treffen

Im Jahr 2003 gründete sich das Netzwerk für Zuwanderinnen und Zuwanderer (NIZ) des Landkreises Nienburg. Das NIZ besteht aus rund 60 Personen von verschiedenen Institutionen aus dem gesamten Landkreis, die sich auf Einladung der Koordinierungsstelle Migration und Bildung des Landkreises Nienburg viermal jährlich treffen, um sich über ihre Aktivitäten zu informieren, auszutauschen und Projektideen zu erörtern. Die Themen des Netzwerkes werden durch Fachvorträge ergänzt.

Carmen Prummer, Leiterin der Koordinierungsstelle Migration und Bildung, stellt heraus: „Die Netzwerktreffen bieten eine hervorragende Möglichkeit, sich über die Integrationsmaßnahmen im Landkreis Nienburg zu informieren. Die Zahl der Teilnehmenden wächst stetig. Interessierte, die dem Netzwerk beitreten möchten, können sich gerne bei uns melden.“ Carmen Prummer ist erreichbar unter Telefon (0 50 21) 96 76 86 oder per E-Mail unter migration@kreis-ni.de.

Thema „Rassismus in der Schule“

Das jüngste Treffen stand unter der Überschrift „Rassismus in der Schule“. Peter Karaskiewicz vom Fachdienst Jugendarbeit, Kinderbetreuung und Prävention des Landkreises Nienburg ist verantwortlich für die Umsetzung der Präventionsstrategie „CTC - Communities That Care“. „CTC“ verfolgt das Ziel, sichere und lebenswerte Umgebungen zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche sich geschätzt, respektiert und ermutigt fühlen, ihr Potenzial zu nutzen.

Peter Karaskiewicz berichtete von den Ergebnissen einer in 2017 durchgeführten Schülerumfrage zum Thema Fremdenfeindlichkeit.

Heraus kam, dass es besonders gefährdete Personenkreise gibt. Jugendliche, die bereits in der Grundschule auffällig waren durch aggressives Verhalten, fehlender Impulskontrolle oder mit einer hohen Problemlastigkeit seien überdurchschnittlich anfällig für ausgrenzende und rechtslastige Ideen. Ebenso dazu gehören Kinder und Jugendliche, für die Schule keinen zentralen Stellenwert (mehr) hat oder Jugendliche, die sich nicht (mehr) als Teil der Gesellschaft fühlen und gängige Regeln missachten.

Sozial-kognitive Fertigkeiten und soziale Kompetenz trainieren

Um Rassismus in der Schule vorzubeugen, wurden und werden Maßnahmen umgesetzt, um sozial-kognitive Fertigkeiten und soziale Kompetenz zu trainieren.

Angebote der Jugendarbeit dienen als identifikationsstiftende Maßnahmen, wenn sie Gelegenheit zu Kontakten mit Mitgliedern aus verschiedenen sozialen Gruppen bieten und trotz offensichtlicher Unterschiede dazu anregen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und so Toleranz fördern, stellte Peter Karaskiewicz heraus. Zudem werden Lebenskompetenz-Programme wie „Klasse 2000“ oder „Lions-Quest“ an vielen Schulen im Landkreis durchgeführt.

Des Weiteren werden spezielle Angebote zur politischen und kulturellen Bildung gegen Vorurteile und für Toleranz offeriert. Dazu zähle auch die im November vergangenen Jahres stattgefundene „courage conference“.

Weitere Informationen unter www.lk-nienburg.de.

Zum Artikel

Erstellt:
22. März 2020, 09:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.