Ab dem 15. Dezember in Nienburg plakatiert und hier präsentiert von den Initiierenden (oben von links): Peter Karaskiewicz, Johanna Mader und Madlien Horlbeck (Kreisjugendring) sowie (unten von links.) Carmen Prummer (Koordinierungsstelle Migration und Bildung), Christian Meier und den Schülerscouts Meggi Balint und Marc Rohlfing (alle OBS Steimbke). Foto: Landkreis Nienburg

Ab dem 15. Dezember in Nienburg plakatiert und hier präsentiert von den Initiierenden (oben von links): Peter Karaskiewicz, Johanna Mader und Madlien Horlbeck (Kreisjugendring) sowie (unten von links.) Carmen Prummer (Koordinierungsstelle Migration und Bildung), Christian Meier und den Schülerscouts Meggi Balint und Marc Rohlfing (alle OBS Steimbke). Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 13.12.2020 Von Die Harke

Demokratie-Aktion im XXL-Format

Plakatwand zeigt Motive junger Menschen gegen Rassismus

Mit griffigen Aussagen und phantasievollen Designs hatten Schülerinnen und Schüler des Landkreises Nienburg bereits im vergangenen Jahr kleine Schilder zum Aufhängen gegen Fremdenfeindlichkeit entworfen.

Letzten Monat haben sie ihre Werke in den im Landkreis und Stadtgebiet verkehrenden Linienbussen zum Anschauen und Mitnehmen aufgehängt. Jetzt zeigen ab dem 15. Dezember zwölf Plakatwände in Nienburg weithin sichtbar ihre Ideen zur Stärkung von Demokratie und Toleranz.

Wie alles begann: Genau vor einem Jahr hatten Schülerinnen und Schüler der Oberschulen Uchte, Marklohe, Steimbke und Nienburg, des Gymnasiums Stolzenau sowie der Jugendwerkstatt Nienburg auf der 1. kreisweiten Courage-Conference beschlossen, sich aktiv für Demokratie und gegen Rassismus einzubringen.

Die Idee: kleine Schilder mit starken Aussagen zum Aufhängen in Bussen und an Türklinken. Zusammen mit der Stadtbusgesellschaft Nienburg, dem Verkehrsservice Landkreis Nienburg, dem Landkreis selbst, dem Kreisjugendring sowie der WABE-Koordinierungs- und Fachstelle setzten die Jugendlichen vor einem Monat ihre Idee um.

„Jetzt ist daraus eine Plakataktion mit verdient großer Außenwirkung entstanden. Damit tragen die jungen Leute zu einem dringend notwendigen Diskurs bei und regen zu einem demokratischen und respektvollen Miteinander an“, sagt Peter Karaskiewicz, der beim Landkreis Nienburg Koordinator der Präventionsstrategie „Communities That Care – CTC“ ist.

Umfrageergebnisse an Schulen hätten gezeigt, dass Vorurteile und Diskriminierung auch an Schulen im Landkreis Nienburg präsent seien und somit Projekte zur Stärkung einer demokratischen Kultur durchaus notwendig seien.

Ebenfalls überzeugt von der Weiterentwicklung der ursprünglichen Busaktion ist Rudi Klemm von WABE: „Die Jugendlichen lernen hierbei etwas über ihre Selbstwirksamkeit kennen. Sie machen dabei die wichtige Erfahrung, dass ihre Idee von damals jetzt nachhaltig Wirkung entfaltet.“ Die rund 2,50 mal 3,50 Meter großen Plakatwände sollen ihren Beitrag dazu leisten.

An zwölf zentralen Orten in Nienburg, unter anderem am Bahnhof und an den Ausfallstraßen, werden sie weithin sichtbar die Zeichnungen und Statements der Jugendlichen zum Thema Rassismus und Zivilcourage sowie Kontaktdaten von Ansprechpartnerinnen und -partnern zeigen.

Die Plakataktion wird als begleitende Öffentlichkeitsarbeit der Partnerschaft für Demokratie des Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie & Zivilcourage (WABE) vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

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Erstellt:
13. Dezember 2020, 08:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

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