Nienburg 15.11.2017 Von Die Harke

Den Alltag besser bewältigen

Selbsthilfegruppe für Sehbehinderte geplant

In Nienburg soll ein neue Selbsthilfegruppe für blinde und sehbehinderte Menschen gegründet werden. Angesprochen werden Menschen, die an Makuladegeneration, Retinitis Pigmentosa oder anderen Augenerkrankungen leiden – oder durch einen Unfall ihr Augenlicht verloren haben oder geburtsblind sind.

Sie haben am Freitag, 17. November, um 15 Uhr die Möglichkeit, sich im [DATENBANK=1277]KIBIS-Gruppenraum[/DATENBANK], Von-Philipsborn-Straße 1, in Nienburg während des Gründungstreffens mit Gleichbetroffenen auszutauschen. Weitere Treffen sind 14-tägig, jeweils am Freitagnachmittag um 15 Uhr, geplant.

Es soll besprochen werden, wie man den Alltag als sehbehinderter Mensch (besser) bewältigen kann. „Das Gefühl, bevormundet zu werden beziehungsweise außen vor zu sein, kennen sicher viele Sehbehinderte“, sagt Claudia Walderbach, Leiterin der KIBIS Nienburg.

Die Initiatorin erzählt von einem Erlebnis bei einer Behörde, wo sie einen Parkausweis beantragt hat: Der Mitarbeiter hatte sich ausschließlich mit ihrer Begleitperson und mit keiner Silbe mit ihr unterhalten. Was pausenlos im Alltag mitschwingt, sind zwei Fragen: Inwieweit brauchen Betroffene Hilfe und was können sie alleine?

Walderbach: „Lernen Hilfe anzunehmen, ist ein langwieriger Prozess. Der Spagat zwischen Autonomiebestreben und Abhängigkeitswünschen macht innerlich unzufrieden und zerrissen und kann zu starken Stimmungsschwankungen bei den Betroffenen und zu Spannungen in Beziehungen führen.“

Hier können sich Interessierte anmelden

Anmeldungen nimmt die KIBIS unter Telefon (05 0 21) 97 35 25 (Sprechzeiten: Dienstag 9 bis 12 und Donnerstag 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung), Fax: (05 0 21) 97 35-11, E-Mail: selbsthilfe.nienburg@paritaetischer.de entgegen.

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Erstellt:
15. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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