22.12.2013

Den Bahnhof weiter stärken

Städtebauförderung für Projekte in Eystrup auf den Weg gebracht

Von Horst Achtermann

Eystrup. Schon ab Programmjahr 2011 sind die Stadt Hoya und die Gemeinde Eystrup in das Städtebauförderungsprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ aufgenommen worden. Nach Hoya hat auch der Rat der Gemeinde Eystrup jetzt das in diesem Rahmen erarbeitete Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) einstimmig beschlossen. Mit der Erarbeitung des IEK ist die Grontmij GmbH Bremen beauftragt worden. Der Entwurf wurde am 25. September der Bevölkerung im „Lindenhof“ in Hoya vorgestellt. Wolfgang Oehler (Grontmij) erläuterte das 240 Seiten starke Konzept jetzt noch einmal in Auszügen dem Rat Eystrup. Involviert war auch Lenkungsgruppe, der aus Eystrup Manfred Ernst, Wilhelm Bergmann-Kramer und Norbert Grobrügge angehören.

Das IEK soll eine schlüssige Förderungsgrundlage mit einer Halbwertzeit von fünf bis zehn Jahren – also alle drei Jahre fortzuschreiben – sein. Es dient der Sicherung der Daseinsvorsorge. Diese soll durch individuelle Förderprogramme für städtebauliche Maßnahmen, Einzelhandel, Kultur und Sport im Kinder- und Jugendbereich sichrgestellt werden. Oehler rät dabei zu einer Bündelung verschiedener Einzelprojekte.

Für das Programmjahr 2013 sind es das im Bahnhofsumfeld gelegene Krafthaus, der ehemalige Güterschuppen und die Gestaltung des öffentlichen Raumes des interkommunal genutzten Sportplatzes in Eystrup.

„Für die Gesamtkosten von 647 000 Euro sind 431 000 Euro bewilligt worden, folglich bleiben 215 000 Euro an Eigenmittenl“, bestätigt Bürgermeister Manfred Ernst. Er hofft, dass diese Städtebauprojekte bis Ende 2014 erledigt sind.

„Wir stehen im Wettbewerb mit 48 Gemeinden in Niedersachsen. Hoya und Eystrup waren die ersten Kommunen im Landkreis und ganz vorn in Niedersachsen. Deswegen müssen wir jetzt intelligente Projekte entwickeln, gute Fragen stellen und Synergien für die nächste Förderungsperiode bis 2018 zusammenfassen“, empfiehlt Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer.

Ein Alleinstellungsmerkmal für die Samtgemeinde Hoya ist der Bahnhof in Eystrup. „Gemeinsam mit Hoya müssen wir den Bahnhof stärken. Daran müssen wir 2014 weiter arbeiten“, fordert Manfred Ernst.

Die Durchfahrt durch Eystrup könne man differenziert sehen. Oehler (Grontmij) plädiert für einen Durchgangsverkehr mit Überquerbarkeit, rein in den Ort.

Die Auslobung eines Ideenwettbewerbs für den Ausbau der Bahnhofstraße zwischen Kreisel und Bahnhof wurde im weiteren Verlauf der Zusammenkunft von der Mehrheit der SPD beschlossen, die Gruppe CDU/FDP enthielt sich.

10 000 Euro hat die Gemeinde für einen Ideenwettbewerb im Haushalt festgeschrieben. Wolfgang Oehler kann sich vorstellen, dass daraus ein Förderantrag entwickelt werden könnte. Carsten Broschwitz (CDU) sieht zurzeit keinen Bedarf. „Eine funktionale Straße, die so bleiben kann“.

Die Umsiedlung der Sparkasse und ein Altenheim, das eventuell vergrößert werden soll, müsste an die Gestaltung der umliegenden Bebauung gemessen werden. „Allerdings sind die bisherigen Projekte von Manfred Ernst glücklich zusammengeführt, sehr gut gemacht“, lobt Carsten Broschwitz. Ein Drittel der Summe für zukünftige Ausgaben muss die Gemeinde bewerkstelligen, dass sollten wir im Hinterkopf haben. „Wir sind auf der warnenden Seite“, unterstreicht Carsten Broschwitz. Otmar Krämer (SPD) plädiert für einen Ausbau der Bahnhofstraße. „Ich will ein sinnvolles Gesamtkonzept sehen.“ Eine Aufgabe, die bis 2018 beide Seiten zusammen bringen könnte.

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Erstellt:
22. Dezember 2013, 00:00 Uhr
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