Die Dorfgemeinschaft überlegt unter anderem, auf dem Wellier Friedhof ein Rosenbeet anzulegen. Das soll zu einer verbesserten Aufenthaltsqualität beitragen. Foto: Graue

Die Dorfgemeinschaft überlegt unter anderem, auf dem Wellier Friedhof ein Rosenbeet anzulegen. Das soll zu einer verbesserten Aufenthaltsqualität beitragen. Foto: Graue

Wellie 06.09.2020 Von Jörn Graue

Den Friedhof schöner gestalten

Ortsrat Wellie: Kirmes entfällt in diesem Jahr / Ausschreibung für Feuerwehrhaus-Anbau soll erfolgen

Einige Flächen auf dem Wellier Friedhof aufwerten und die Aufenthaltsqualität verbessern: Das ist das Ziel der Dorfgemeinschaft Wellie. In der jüngsten Sitzung des Ortsrates im „Fressenhof“ stellte Ina Eberle erste Überlegungen vor, die sie nach eigenen Worten zusammen mit Karin Michaelis entwickelt hatte.

So könnte auf freien, nicht mehr belegten Grabflächen so genannter Balkan-Storchschnabel gepflanzt werden. Eine weitere Idee: das Anlegen eines Rosenbeetes. Die Rosen sollten jeweils an einen verstorbenen Angehörigen erinnern.

Ferner regte Eberle an, dass sich Freiwillige finden, die sich monatlich etwa zwei Stunden lang um die „Kummerecken“ auf dem Areal kümmern. Zugleich betonte die Wellierin, dass es auch viele schöne Plätze auf dem Friedhof gebe. Wer sich bei der Gestaltung oder Pflege des Areals einbringen möchte, kann sich bei Ina Eberle oder Karin Michaelis melden. „Man muss sehen, wie pflegeintensiv es ist“, sagte Ortsbürgermeister Ralf Bemmann.

Mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen im Flecken Steyerberg für das kommende Jahr empfahl der Ortsrat einmütig, finanzielle Mittel für das Ausmähen am Wellier Kolk sowie für neuen Sand an der Badestelle bereitzustellen. Zuvor hatte Gemeindebürgermeister Heinz-Jürgen Weber auf finanzielle Verluste durch die Corona-Pandemie hingewiesen. „Wir haben Einschnitte. Wie groß diese sind, können wir noch nicht sagen“, sagte der Verwaltungschef. Er gehe davon aus, dass der ohnehin schon niedrig angesetzte Satz bei den Gewerbesteuereinnahmen noch unterschritten werde.

Bemmann erklärte, dass die wie in jedem Jahr für das erste Oktober-Wochenende geplante Wellier Kirmes wegen der Corona-Pandemie ausfallen müsse. „Das ist der erste Ausfall seit 1947. Damals gab es die Maul- und Klauenseuche“, erklärte er. Der Ortsrat sprach sich dafür aus, dass die in diesem Jahr nicht verbrauchten Dorfgemeinschaftsmittel in das kommende Jahr übertragen werden sollten.

Der Ortsbürgermeister erkundigte sich bei der Verwaltung nach dem aktuellen Stand zum Anbau an das Wellier Feuerwehrhaus. Die Arbeiten sollen laut Weber jetzt ausgeschrieben werden. Bis Ende 2021 müsse die Maßnahme abgerechnet sein, da ansonsten 70000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsförderpaket, kurz KIP, verloren gehen würden. „Die wollen wir nicht den Bach runtergehen lassen“, betonte der Verwaltungschef. Ortsratsmitglied Mario Henniger wies auf Schäden, unter anderem im Bereich Sollweg, durch die Verlegung von Glasfaserkabel im Zuge des kreisweiten Breitbandausbaus hin. „Wir haben die Schäden an den Landkreis gemeldet“, sagte Weber.

Am Mittwoch, 7. Oktober, wollen Feuerwehr und DRK im Wellier Feuerwehrhaus einen Blutspendetermin anbieten. Losgehen soll es an dem Tag um 17 Uhr.

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Erstellt:
6. September 2020, 13:42 Uhr
Lesedauer:
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