Natürliche Brutstandorte seien mittlerweile selten geworden, erklärt der NABU. Foto:adobe.stock

Natürliche Brutstandorte seien mittlerweile selten geworden, erklärt der NABU. Foto:adobe.stock

Landkreis 12.04.2021 Von Holger Lachnit

Den Schwalben beim Nisten helfen

Auch wenn derzeit eine Kaltfront über den Landkreis Nienburg zieht, eines ist gewiss: Schon bald werden weitere Schwalben aus ihrem afrikanischen Winterquartier heimkehren. Doch der Naturschutzbund NABU schlägt Alarm:

„Seit längerem schon sind die Bestände von Rauch- und Mehlschwalben stark sinkend. Waren beide Arten jahrhundertelang ganz selbstverständliche Mitbewohner in unseren Dörfern und Städten, gehen gerade hier die für sie geeigneten Nistmöglichkeiten immer mehr zurück und sind die Vögel immer seltener am Himmel zu beobachten. In Niedersachsen ist die Rauchschwalbe gefährdet, die Mehlschwalbe steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste Niedersachsens und Bremens. Der Bestand der Rauchschwalben ist seit 1985 von 200.000 Paaren auf 105.000 Paare gesunken, der Mehlschwalbenbestand sank von 100.000 Paaren auf nur noch 80.000.“

Matthias Freter vom NABU ruft dazu auf, den Schwalben unter die Flügel zu greifen: „Die Kulturfolger fühlen sich in einer von Menschen geprägten Umgebung grundsätzlich wohl, dennoch ist es notwendig, ihnen gute Nisthilfen und -bedingungen anzubieten, da natürliche Brutstandorte mittlerweile selten geworden sind.“

Mehlschwalben würden ihre fast geschlossenen Nester an Hauswänden oder unter Dachvorsprüngen bauen. Rauchschwalben würden ländliche Bereiche bevorzugen und Nester in Ställen oder Scheunen bauen.

Egal, ob Rauch- oder Mehlschwalbe: Ich freue mich über jede Schwalbe, die ich sehe, denn: Schwalben bringen Glück, davon bin ich fest überzeugt!

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Erstellt:
12. April 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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Ponyzüchter 13.04.202109:27 Uhr

Wen wundert es?
Alle Welt schützt die Bienen, aber die Schwalben leben von anderen Insekten, von Fliegen, Brummern, Schmeißfliegen, Mücken und all dem Getier, dass uns Menschen nervt.
Viele dieser Insekten leben mit und von Misthaufen, Kot der Weidetiere, Aas und solch ekligen Stoffen, die wir Menschen gerne meiden.
In unserer aufgeräumten Umwelt, wo Misthaufen abgedeckt werden müssen, Gülle schnellstmöglich eingearbeitet wird, Bioabfall in der Tonne landet, finden die Futtertiere der Schwalben weniger Futter, damit auch weniger Lebensraum.
Blumenwiesen und Blühstreifen werden das nicht beheben!
Wenn wir bei den Pferden den Mist noch nicht abgedeckt haben, fliegen Schwalben im Tiefflug darüber hin und fangen was da kreucht und fleucht. In den Abendstunden machen es die Fledermäuse ebenso.
Aber wo nur von Bienchen und Blümchen in ländlicher Zeitschriftenidylle geträumt wird, da fallen die anderen, die "unansehnlichen" Insekten eben hinten runter.
Und mit ihnen die Schwalben.


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