Sie ziehen an einem Strang (von links): Lutz Freiberg (Kreis Minden-Lübbecke), Henning Schreiber (KAVG), Sarah Golcher (Kreis), Timm Kleyer (kklf), Timo Herrmann (bbz landschaftsarchitekten), Dr. Wolfgang Wackerl (Büro für Stadtplanung), Yannic Schweiß (KAVG) und Professor Hartmut Welters (post-welters + partner). Foto: KAVG/Hoffmann

Sie ziehen an einem Strang (von links): Lutz Freiberg (Kreis Minden-Lübbecke), Henning Schreiber (KAVG), Sarah Golcher (Kreis), Timm Kleyer (kklf), Timo Herrmann (bbz landschaftsarchitekten), Dr. Wolfgang Wackerl (Büro für Stadtplanung), Yannic Schweiß (KAVG) und Professor Hartmut Welters (post-welters + partner). Foto: KAVG/Hoffmann

Diepenau/Hille 18.08.2021 Von Die Harke

Den Standort Pohlsche Heide zur „Smart Recycling Factory“ entwickeln

Ziel: Einen bewussten Umgang mit Materialien forcieren

Wie kann ein regionales Innovations- und Kompetenzzentrum am Standort des Entsorgungszentrums Pohlsche Heide in Hille aussehen, das vorbildlich aufzeigt, dass Recycling ein neues Bewusstsein und Nachdenken erfordert, ohne dabei ästhetische Gestaltungsziele zu vernachlässigen?

„Mit dieser Fragestellung haben wir uns in den vergangenen Monaten intensiv auseinandergesetzt. Die gemeinsame Entscheidung für das überzeugendste Konzept ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Projektentwicklung der Smart Recycling Factory“, machten Lutz Freiberg, Bau- und Umweltdezernent des Kreises Minden-Lübbecke und Henning Schreiber, Geschäftsführer der Kreis-Abfall-Verwertungs-Gesellschaft, bei der Vertragsunterzeichnung mit den Berliner Architekten deutlich.

„Mit der Weiterentwicklung des Standortes Pohlsche Heide hin zur ,Smart Recycling Factory‘ bringen wir ein Thema voran, dass für unsere Zukunft und den bewussten Umgang mit Ressourcen von großer Bedeutung ist. Gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft wollen wir eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln und einen ressourcenklugen Standort weiterdenken“, betonte Projektleiterin Sarah Golcher.

Gebäude könnte später problemlos demontiert und dem Stoffkreislauf zugeführt werden

„Hierzu gehört auch das Thema ressourcenkluges Bauen, das wir zukünftig mit den Planungsbüros ,kleyer.koblitz.letzel.freivogel gesellschaft‘ von ,architekten mbh‘ und ,bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh‘ voranbringen wollen“, so Baudezernent Lutz Freiberg. „Das Konzept sieht vor, dass das Gebäude, das alle Bereiche ,unter einem Dach‘ vereint, auch in Zukunft ohne großen Aufwand wieder demontiert und in die Stoffkreisläufe bestmöglich zurückgeführt werden kann.

Außerdem soll der bewusste Gebrauch von Materialien forciert werden, der stellvertretend für eine optimale Recyclingfähigkeit steht und im besten Falle exemplarisch Baustoffe von der Pohlschen Heide oder benachbarten, regionalen Wertstoffbörsen direkt am Gebäude einsetzt.“

Zur Konkretisierung des architektonisch-gestalterischen Gesamtkonzeptes des geplanten Zukunftsstandortes war im vergangenen Jahr ein europaweiter Planungswettbewerb erfolgreich durchgeführt worden. Auch das Verfahren zur Vergabeverordnung sei abgeschlossen. Die räumliche Neuausrichtung des Standortes bringen der Abfallentsorgungsbetrieb des Kreises Minden-Lübbecke und die Kreis-Abfall-Verwertungs-Geselllschaft gemeinsam mit den genannten Planungsbüros voran. Dr. Wolfgang Wackerl vom Büro für Stadtplanung und strategische Projektentwicklung begleitet diesen Prozess.

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Erstellt:
18. August 2021, 20:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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