Ein Steinkauz.  Dr. Andreas Schüring

Ein Steinkauz. Dr. Andreas Schüring

Nienburg 09.10.2018 Von Die Harke

Den Steinkauz am Freitag „erleben“

Der Tierfotograf und Ornithologe Dr. Andreas Schüring ist am 12. Oktober im „Moorhus“ zu Gast

Am Freitag, 12. Oktober, ist ab 19 Uhr der emsländer Tierfotograf und Ornithologe, Dr. Andreas Schüring, im NABU-Besucherzentrum „Moorhus „mit einem Vortrag über unsere kleinste Eule, den Steinkauz, zu erleben. Erleben ist der richtige Ausdruck, wenn der Referent mit seiner Begeisterung für den Steinkauz und seinen Detailkenntnissen zum Verhalten und der Lebensweise sowie über die spezielle Anpassung der Eulen an das Nachtleben mit perfekten Bildern seine Zuhörer fasziniert. Allerdings ist der Steinkauz wie alle Eulen in seinem Bestand bedroht.

Der Referent wird natürlich auch benennen, was dem Steinkauzpaar und seinen Jungen das Leben schwer macht und was notwendig wäre, damit der Steinkauz bei uns eine Überlebenschance hat. Andreas Schüring ist im Moorhus nicht zum ersten Mal zu hören. Ein halbes Jahr war hier seine beeindruckende Ausstellung mit Bildern unserer heimischen Eulenarten, die er mit dem Vortrag „Faszination Eulen“ eröffnet hat, von vielen Besuchern gesehen worden. Nun wird er über sein Fotoprojekt zum Steinkauz berichten..

Auch diese Einblicke in die Arbeitsweise des Tierfotografen versprechen einen spannenden Abend. Für den NABU geht mit dieser Veranstaltung ein Schwerpunktthema in diesem Jahr zu Ende. Mit der erwähnten Eulen-Ausstellung, mit Vorträgen, Beringungsaktionen mit Schulklassen und gezielten Nisthöhlenangeboten für den Steinkauz, die Schleiereule und den Waldkauz sowie Bestandserfassungen des Uhus hat die Eulen-AG des NABU Minden-Lübbecke nicht nur für die heimischen Eulen geworben sondern aktiv etwas für ihren Erhalt getan.

So hat sich der Bestand der Steinkäuze im Kreis Minden-Lübbecke und in einem Teil des angrenzenden Kreises Nienburg dank der Betreuung durch den NABU Kreisverband in diesem Jahr leicht erhöht. Über hundert junge Steinkäuze konnten Gerhard Neuhaus, Karsten Greve, Eckhard Schlömer und Stefan Bulk beringen. Insbesondere haben sich die über 100 vom Kreis Minden-Lübbecke finanzierten Röhren mit der vom NABU verbesserten Maderschutzmechanik bezahlt gemacht. Ohne das Niströhrenprogramm gäbe es diesen Erfolg nicht. Das Hauptproblem bleiben aber die schwindenden hofnahen Beweidungsflächen, Obstwiesen und Hofeichenbestände, die den Käuzen Deckung bieten und die ganzjährige Nahrungsversorgung sichern.

Dazu gehören unaufgeräumte Hofbereiche, die gerade flügge gewordenen Jungvögeln Schutz bieten und daher überlebenswichtig sind. Verschlechtern sich diese Rahmenbedingungen, hilft auch keine Röhre. Dank gilt den Hofbesitzern, die diese Lebensräume erhalten und die Aktivitäten des NABU unterstützen. Mehr Informationen zum Programm des Moorhus finden sich unter www.moorhus.eu. Foto (Dr. Andreas Schüring): Portraitaufnahme des Steinkauzes Das Foto darf unter Nennung des Fotografen veröffentlicht werden.

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Erstellt:
9. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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