15.12.2013

Den Wunschzettel mitgenommen

CDU-Kreistagsfraktion informierte sich über die Heimvolkshochschule Loccum

Loccum. Zu ihrer letzten Sitzung im Jahre 2013 trat die CDU-Fraktion im Kreistag Nienburg/Weser in der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum (HVHS) zusammen. „Ein Ort“, wie Direktorin Berbel Unruh in ihrer Begrüßung betonte, „an dem regionale Akteure miteinander ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben, damit sie voneinander wissen“. So nutzten die Kommunalpolitiker vor Eintritt in die Tagesordnung die Gunst der Stunde, sich über Daten, Fakten und Hintergründe zu der HVHS als Einrichtung für öffentliche Erwachsenenbildung informieren zu lassen. Die Direktorin berichtete, dass die HVHS seit 1953. Seit April 2012 ist mit ihr als Diplom-Kulturpädagogin und Betriebswirtin erstmalig kein Pastor in der Leitung des Hauses. Die HVHS sieht sie als Ort, „an dem wir – ohne von äußeren Eindrücken abgelenkt – den Kopf zum Denken frei bekommen“. Nur so könne man sich mit ausreichend Zeit und im Abstand zum Alltag mit Themen befassen, die bewegen.

Lernen in Heimvolkshochschulen stärkt Haltungen und gibt Orientierungen in einer immer komplexer werdenden Welt, so Berbel Unruh. Das Angebot an Tagungen, Seminaren und Veranstaltungen im Jahr 2014 ist beeindruckend. Es beinhaltet u.a. Themen zu „Ehrenamt und Bürgerbeteiligung“, über „Schule, Erziehung und Unterricht“, „LebensHilfen“, „Family Life Management“ bis zum Bundesprogramm „Kultur macht stark“ mit Angeboten für besonders bildungsferne Schichten bzw. benachteiligte Jugendliche und Familien.

Gabi Kampe, kaufmännische Leiterin der HVHS, sieht diese auch als ein Wirtschaftsunternehmen mit engem Bezug zur regionalen Handwerkerschaft und zum heimischen Ernährungswesen. Die HVHS bietet 30 Arbeitsplätze, darunter vier Ausbildungsplätze und Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 100 Gästen in Ein-und Zweibettzimmern. Die schnelllebige Zeit verlangt, ein hohes modernes Niveau der Infrastruktur kontinuierlich zu halten. Über 20 Prozent der Gäste im laufenden Jahr kamen bisher aus dem Landkreis Nienburg.

Die Vorweihnachtszeit ist auch immer eine Zeit der Wünsche. Auf dem Wunschzettel der HVHS steht die Ausplanung einer pädagogischen Stelle durch den Landkreis Nienburg. Auch wünschte man sich, die Zusammenarbeit mit der VHS Nienburg zu fördern. Interessant wäre auch ein Verfahren, mit dem Landkreis und Gemeinden einen Festbetrag bei der HVHS einzahlen, der dann durch Teilnehmerinnen/Teilnehmer aus den kommunalen Einrichtungen an einem Seminar aufgebraucht werden kann.

Fraktionsvorsitzender Karsten Heineking hob die Wichtigkeit der Heimvolkshochschule Loccum für den ländlichen Raum hervor. Er sehe gute Chancen für deren Weiterentwicklung, besonders auch in Kooperation mit dem Kloster Loccum. Für die Weihnachtswünsche zeigte er großes Verständnis, schränkte jedoch ein, dass sich Planungen mit nicht unerheblichen finanziellen Folgen schwer umsetzen lassen. Dennoch wird die Kreis-CDU den Wunschzettel mitnehmen.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Dezember 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.