Nach A-H-A kommt jetzt noch L: Lüften! Foto: britta60 - stock.adobe.com

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Landkreis 11.10.2020 Von Edda Hagebölling

Den inneren Hunger stillen

Guten Tag – ein Kommentar

Die Verunsicherung nimmt wieder zu. Und das, obwohl der Herbst gerade erst beginnt und die Urlauber erst noch in die Ferien starten. Puh. 22 Corona-Infizierte im Landkreis Nienburg erscheinen zwar irgendwie nicht viel, aber natürlich ist jeder Infizierte einer zuviel. Erst recht, wenn man jemanden kennt, der nicht nur infiziert, sondern auch richtig schwer erkrankt war.

Zu den Regeln Abstand, Hygiene, Alltagsmaske kommen jetzt noch das L für Lüften hinzu und das R für „nicht zu aufgeregt reden“. Wegen der Aerosole. Das sollte zu schaffen sein.

Schließlich wollen wir alle nicht, dass Schulen und Kitas wieder geschlossen werden müssen und die Eltern deswegen nicht zur Arbeit können.

Ein bisschen Hoffnung schöpfen konnte die Gastronomie. Wegen des tollen Wetters waren die Menschen doch recht bald wieder in die Lokale gekommen, um es sich für ein, zwei Stunden gut gehen zu lassen. Wie die Stimmung aktuell ist, können Sie voraussichtlich in der kommenden Ausgabe lesen. Die HamS versucht, sich für ein Gespräch mit Nienburgs DEHOGA- Sprecher Friedrich-Wilhelm Gallmeyer zu verabreden.

Bereits in dieser Ausgabe lesen Sie zum Beispiel, dass es in Loccums Klosterkirche wieder Pastorentheater geben soll. Wie originell. Und wie cool. In Loccum profitiert man zurzeit besonders davon, über ein so großes Gotteshaus zu verfügen. Ähnlich war es am vergangenen Sonntag auch in Heemsens St. Michaelis Kirche, nach St. Martin in Nienburg mit rund 600 Plätzen die zweitgrößte im Kirchenkreis Nienburg.

Obwohl der Erntedankgottesdienst gut besucht war, war Abstand überhaupt kein Problem. Schon im Vorfeld war jede zweite Stuhlreihe entfernt worden, darauf, zu seinem Nebenmann zwei Plätze frei zu lassen, achtete dann jeder schon selbst.

Bei allem materiellen Überfluss, über den dieses Land ohne Frage nach wie vor verfügt, den inneren Hunger zu stillen, war an diesem Vormittag das Schwerpunktthema von Pastor Hallwaß. Wer sollte sich da nicht angesprochen fühlen.

Ums Teilen ging es dagegen in Liebenau und Marklohe. In beiden Kirchen hatten Geflüchtete insgesamt 180 Brote verschenkt. Mit der Bitte, sie mit anderen zu teilen.

Fremden Kindern eine Freude zu bereiten ist das Anliegen der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. In einer der kommenden Ausgaben finden Sie zur besseren Orientierung eine Übersicht über die Sammelstellen in Stadt und Kreis. Die Aktion endet wie immer am 15. November.

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Erstellt:
11. Oktober 2020, 08:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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