Die Koordinierungsstelle Migration und Bildung des Landkreises Nienburg bietet in den kommenden Monaten unterschiedliche Veranstaltungen unter dem Titel „100 Jahre Flucht“ an.  Landkreis Nienburg

Die Koordinierungsstelle Migration und Bildung des Landkreises Nienburg bietet in den kommenden Monaten unterschiedliche Veranstaltungen unter dem Titel „100 Jahre Flucht“ an. Landkreis Nienburg

Landkreis 28.04.2019 Von Die Harke

Denkanstöße geben

Veranstaltungsreihe „100 Jahre Flucht“ startet am 9. Mai in Schessinghausen mit einer Lesung

Die Koordinierungsstelle Migration und Bildung des Landkreises Nienburg bietet in den kommenden Monaten unterschiedliche Veranstaltungen unter dem Titel „100 Jahre Flucht“ an. Organisatorin Suzann Dalaf erklärt: „Nicht nur heute ist das Thema Flucht von großer Bedeutung. Flucht hat es schon immer gegeben. Und insbesondere auch während der beiden Weltkriege und danach gab es große Flüchtlingswellen.“

Carmen Prummer, Leiterin der Koordinierungsstelle, betont: „Im Jahr 2015 stieg die Zahl der Neuzugewanderten an, doch bereits davor war Integration im Landkreis immer ein wichtiges Thema.“ „Wir möchten mit den ganz unterschiedlichen Veranstaltungen Denkanstöße geben und Diskussionen ermöglichen“, stellt Claudia Eckhardt von der Koordinierungsstelle Migration und Bildung heraus.

Für alle nachfolgenden Veranstaltungen wird um eine Anmeldung unter Telefon (0 50 21) 967-689 oder integration@kreis-ni.de gebeten.

Los geht es am Donnerstag, 9. Mai, um 18.30 Uhr mit einer Lesung. K. Erik Franzen liest aus seinem Buch: „Die Vertriebenen: Hitlers letzte Opfer“. Der Historiker beschreibt den Weg der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges im Zusammenhang weiterer kriegsbedingter Migrationsbewegungen. Veranstaltungsort ist „Dat gesellige Hus“, Zur Krümme 1 in 31632 Schessinghausen. Der Eintritt ist frei.

Weiter geht es am Donnerstag, 16. Mai, um 18.30 Uhr im Nienburger Kulturwerk mit dem Theaterstück „Suchen.Finden.Verlieren. – Eine Geschichte aus Albilat“. Das Theaterstück spielt im fiktiven Land Albilat. Die Besonderheit an dem Stück ist, neben der Widerspiegelung der Fluchtgeschichte und der anfänglichen Hürden, die Geflüchtete beim Ankommen in Deutschland überwinden müssen, die Tatsache, dass es sich bei den Darstellerinnen und Darstellern ebenfalls um Geflüchtete aus Ländern wie beispielsweise Irak, Syrien oder Afghanistan handelt.

Am Sonnabend, 15. Juni, findet eine Exkursion zur Alten Synagoge in Petershagen statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Wanderausstellung „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart“ wird vom 28. bis 30. August im Kreistagssaal der Nienburger Kreisverwaltung am Schloßplatz gezeigt. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu sehen. Bei größeren Gruppen oder Schulklassen ist eine Anmeldung erwünscht.

Am Sonnabend, 14. September, findet eine Exkursion in das „Friedland Museum“ statt. Das Museum zeigt die Geschichte des seit 1945 bestehenden Grenzdurchgangslagers Friedland.

Einen Vortrag unter dem Titel „Zuwanderungsgeschichte in Deutschland“ hält der Historiker und Migrationsforscher Apl. Prof. Dr. phil. habil., M.A. Jochen Oltmer am Donnerstag, 26. September, im Gasthaus „Am Hafen“ in Nienburg.

Abschließend findet eine nicht-öffentliche Schülerveranstaltung am Sonnabend, 14. September, von 14 bis 17 Uhr im Gymnasium Stolzenau statt. Prof. Dr. Karim Fereidooni wird einen Vortrag zum Thema „Rassismus geht uns alle an. Alltagsrassismus aus der Mitte der Gesellschaft?“ halten.

Anmeldungen für alle Veranstaltungen nimmt die Koordinierungsstelle Migration und Bildung unter Telefon (0 50 21) 967-689 oder per E-Mail an integration@kreis-ni.de entgegen.

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Erstellt:
28. April 2019, 07:33 Uhr
Lesedauer:
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