Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will bereits seit 2019 den 18. März zu einem nationalen Gedenktag machen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will bereits seit 2019 den 18. März zu einem nationalen Gedenktag machen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Landkreis 18.03.2021 Von Holger Lachnit

Der 18. März als Feiertag?

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will bereits seit 2019 den 18. März zu einem nationalen Gedenktag machen. Das Datum zeige die demokratische Entwicklung „vom Streben nach bürgerlicher Gleichheit bis hin zu freien Wahlen“, schrieb Steinmeier in der „Zeit“: „Der 18. März zeigt die demokratische Entwicklung vom Streben nach bürgerlicher Gleichheit bis hin zu freien Wahlen — und er erinnert an jenen ,Völkerfrühling’, der damals Menschen in ganz Europa erfasste.“

Am 18. März 1793 wurde in Mainz die erste Republik in Deutschland ausgerufen. Und am 18. März 1848 feierte in Berlin die demokratische Revolution ihre Erfolge; und ebenfalls am 18. März 1990 fand die erste freie Volkskammerwahl in der DDR statt.

Für Steinmeiers Vorschlag engagiert sich Volker Schröder, Träger des Bundesverdienstkreuzes, seit über 40 Jahren. Laut „Deutscher Welle“ gründete er bereits 1978 die „Aktion 18. März“, die sich seitdem für diesen Tag als einen des nationalen Gedenkens stark macht. Damals, als durch das Land noch eine Mauer lief, waren er und seine Mitstreiter überzeugt, dass sich sowohl die Bundesrepublik als auch die DDR auf einen gemeinsamen Feiertag am 18. März einigen könnten. Auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestages kann sich mit einem 18. März als Feiertag anfreunden – allemal mehr als mit dem „blutleeren“ 3. Oktober, der je lediglich an den staatlichen Verwaltungsakt erinnert, mit dem der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik wirksam wurde.

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Erstellt:
18. März 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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