Werner Junack, Vorsitzender der Historischen Gesellschaft zu Nienburg (links), berät mit dem beauftragten Künstler Egbert Broerken über dem Hamelmannplan von 1634 über das geplante Aussehen des Tastmodells für die Kreisstadt. Historische Gesellschaft zu Nienburg

Werner Junack, Vorsitzender der Historischen Gesellschaft zu Nienburg (links), berät mit dem beauftragten Künstler Egbert Broerken über dem Hamelmannplan von 1634 über das geplante Aussehen des Tastmodells für die Kreisstadt. Historische Gesellschaft zu Nienburg

Nienburg 06.02.2017 Von Die Harke

Der Auftrag für das Tastmodell ist erteilt

Historische Gesellschaft zu Nienburg rechnet mit der Fertigstellung im ersten Quartal 2018

Die [DATENBANK=1040]Historische Gesellschaft zu Nienburg[/DATENBANK] hat den Auftrag zur Anfertigung eines Tastmodells für die Innenstadt an den Objektdesigner Egbert Broerken in Welver bei Soest vergeben. Er wird nun ein bronzenes Modell fertigen, das im Jahr 2018 aufgestellt werden könne. Darüber informierte der Vorsitzende [DATENBANK=1042]Werner Junack[/DATENBANK]. Wesentlich dazu beigetragen die Gesamtfinanzierung zu sichern und somit den Startschuss für die Verwirklichung des Projektes zu geben, habe die Unterstützung der Volksbank Nienburg, die mit ihrer Antragstellung an die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland eine Projektförderung in Höhe von insgesamt 30.000 Euro erreichen konnte. Die verbliebene „Restfinanzierungslücke“ in Höhe von 6772 Euro konnte aus Mitteln der Historischen Gesellschaft sowie der Ortsgruppe Nienburg des Heimatbundes und aus der kostenfreien Unterstützung örtlicher Firmen geschlossen werden. Den gespendeten Sandsteinblock werde noch eine Firma bearbeiten, und mit der Hilfe eines gesponserten Krans wird er schließlich – nach entsprechender Vorbereitung durch den städtischen Bauhof – im ersten Quartal nächsten Jahres in Nienburgs Stadtmitte aufgestellt.

Tastmodell soll am liebsten vor die "Wissensburg"

„Bevor der Auftrag zur Anfertigung erteilt werden konnte, musste noch einschlägige Literatur zur Zeit um 1634 ausgewertet werden sowie mit Hilfe der Stadtverwaltung und des Stadtarchivs noch eine Reihe von Unterlagen zusammengestellt werden, anhand derer der Künstler die Zeichnung des Johannes Hamelmann, Mathematicus, in das dreidimensionale Relief umsetzen kann“, berichtete Junack. Nötig waren neben dem Hamelmannplan von 1634 ein Katasterplan und eine Grundkarte mit Höhenlinien, mehrere Höhenmaße herausragender alter Nienburger Bauten (Rathaus, Kirche und andere mehr) sowie dazugehörige Fotos.

Bis zum 15. August arbeitet Broerken nun an einem Modellentwurf, der die bekannte Zeichnung von 1634 in ein bronzenes Stadtrelief/Tastmodell umsetzen soll. Der Künstler wird seinen Modellentwurf dann in Nienburg vorstellen, um mögliche Änderungswünsche noch einarbeiten zu können. Danach wird das Werk im Wachsausgussverfahren weitere sechs Monate dauern.

Die Stadt Nienburg begrüßt das Projekt wie berichtet ausdrücklich, hat sich hinsichtlich des Aufstellungsorts jedoch die noch ausstehende Entscheidung durch die zuständigen Gremien vorbehalten. Angedacht als Standort war die Lange Straße 31/33 vor der „Wissensburg“.

Modellentwurf mit dem Ausschnitt einer anderen Stadt im Maßstab 1 : 650 – wie für Nienburg vorgesehen. Historische Gesellschaft zu Nienburg

Modellentwurf mit dem Ausschnitt einer anderen Stadt im Maßstab 1 : 650 – wie für Nienburg vorgesehen. Historische Gesellschaft zu Nienburg

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Erstellt:
6. Februar 2017, 21:00 Uhr
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