Eine Gruppe des MDG hat im Wettbewerb um den Deutschen eTwinning-Preis den 3. Platz belegt hat. Foto: Lachnit

Eine Gruppe des MDG hat im Wettbewerb um den Deutschen eTwinning-Preis den 3. Platz belegt hat. Foto: Lachnit

Landkreis 28.06.2020 Von Edda Hagebölling

Der Blick über den Tellerrand

Eigentlich sollte die Preisverleihung im Rahmen der didacta in Stuttgart stattfinden, doch jetzt musste sich das Team um MDG-Lehrerin Simone Volkhausen mit einem Treffen im Klassenzimmer begnügen. Im MDG-Hauptgebäude an der Friedrichstraße wurde am Donnerstagnachmittag verkündet, dass die Gruppe aus Nienburg im Wettbewerb um den Deutschen eTwinning-Preis den 3. Platz belegt hat. Der einzige, der applaudieren konnte, war Schulleiter Lutz Kulze- Meyer. Sich für die Aktivitäten zu interessieren, die über den normalen Unterrichtsstoff hinausgehen, ist für den Chef das Marion- Dönhoff-Gymnasiums Ehrensache.

„eTwinning ist der digitale Blick über den Tellerrand auf Europa“, erklärt Simone Volkhausen. Die eTwinning-Bewegung vernetzt Schülerinnnen und Schüler mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern und damit auch anderen Kulturen.

Dass nicht nur die Siegerehrung in Stuttgart, auch die Fahrt im Rahmen eines Erasmus-Projekts nach Dublin coronabedingt ausfallen musste, bedauert Kulze-Meyer ebenfalls sehr. Der Austausch über Grenzen hinweg hat am MDG einen hohen Stellenwert. Digital, aber selbstverständlich auch real.

Die Schülerschaft des MDG ist aktuell in zwei Gruppen aufgeteilt. Die rote und die grüne. Unterrichtet wird wochenweise. Gewechselt wird immer mittwochs. „Ich habe den Eindruck, die Schülerinnen und Schüler kommen wieder richtig gern zur Schule“, so Kulze-Meyer am Donnerstag mit einem Augenzwinkern. Abiturprüfungen fanden am MDG in diesem Frühjahr ebenso wie an den meisten anderen Gymnasien glücklicherweise nicht statt. Da das Abitur künftig wieder nach 13 Jahren abgelegt wird, gab es in diesem Jahr keine Schulentlassungen.

Wohl aber an der BBS. Den Berufsbildenden Schulen ist das seinerzeit von der Wirtschaft geforderte Abitur nach Jahrgang 12 erspart geblieben. Ebenso der IGS. Doch die ist in Nienburg noch nicht so weit. Dort gab es in diesem Schuljahr noch keinen 13. Jahrgang.

Einen weiteren Bericht über nicht alltägliches schulisches Engagement lesen Sie, wenn Sie mögen, auf Seite 6. An der Marion-Blumenthal- Oberschule in Hoya werden Projekte entwickelt, die die Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisieren, ihr Konsumverhalten zu überprüfen. Mit dem Erfolg, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit längst nicht nur auf die gesamte Schule übergeschwappt ist, sonder auch die Elternhäuser erreich hat.

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Erstellt:
28. Juni 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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