Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

27.10.2015 Von Stefan Reckleben

Der Dieb schafft Kälte

Er spricht ältere Bewohnerinnen mit der Bitte um ein Glas Wasser an, will Geld wechseln und auf die Toilette. Alles Tricks eines jungen Ganoven, der sich Sonntagnachmittag in Nienburgs Bismarckstraße Zutritt zu zwei Wohnungen verschaffte. Eine 77-Jährige ist auf dem Balkon ihrer Erdgeschosswohnung, als sie der jüngere Mann um ein Glas Wasser bittet. Der Unbekannte schwingt sich über die Brüstung, gelangt in die Wohnung. Er fragt nach Geldwechsel und Toilette. Erst nach mehrfacher Aufforderung verlässt er die Wohnung. Später stellt die Frau fest, die Goldkette fehlt. Mit der gleichen Masche verschafft sich der Dieb bei der 79-jährigen Nachbarin Zutritt. Das Glas Wasser rührt er nicht an und ergreift schlagartig über den Balkon die Flucht, als es an der Tür klingelt.

Die Frauen schätzen den Mann auf 25 Jahre. Er ist mittelgroß, schlank, hat ein südländisches und sehr gepflegtes Aussehen, glatte, dunkle, kurze Haaren und spricht gut Deutsch mit Akzent. Bekleidet war er mit dunkler Jacke und Hose.

Die Polizei hofft auf Hinweise unter (05021) 97780, fragt, wem die Person aufgefallen ist und rät zu Misstrauen gegenüber Unbekannten und zu Ablehnung. „Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.“

Solche Meldungen und Appelle über Ganoven aller Herkunft sind ernüchternd, weil es ungemütlicher, kälter wird in der Republik: Ohne Werte kein Vertrauen und keine Wärme.

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Erstellt:
27. Oktober 2015, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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