Der Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung wird belohnt

Der Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung wird belohnt

Nach Elisabeth Weinberg ist der Preis benannt. Foto: Stadt Nienburg

Der Arbeitskreis „Elisabeth-Weinberg-Preis“ ruft auch in diesem Jahr dazu auf, Vorschläge für den Elisabeth-Weinberg-Preis einzureichen.

Der Jugendpreis in Stadt und Landkreis Nienburg wird an Jugendliche vergeben, die für ein gleichberechtigtes Zusammenleben und gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung von Menschen in Stadt und Landkreis Nienburg eintreten.

Elisabeth (‚Liesel‘) Weinberg wurde am 30. März 1922 in Hannover geboren, lebte aber mit ihrer Familie in Nienburg. Am 28. März 1942 wurde Elisabeth gemeinsam mit ihren Eltern und 16 weiteren Nienburgerinnen und Nienburgern jüdischen Glaubens in eines der zahlreichen Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Sie wurde gerade einmal 20 Jahre alt.

„Das Verfahren, Vorschläge einzureichen, ist einfach. Neben der Namensnennung reicht die Kurzbeschreibung des Engagements beziehungsweise eine kleine Dokumentation aus. Näheres ist auf der Homepage des Preises nachzulesen. Die Jugendlichen können sich aber auch selbst um den Preis bewerben, einzeln, als Gruppe oder als Schulklasse“, so der Arbeitskreis „Elisabeth-Weinberg-Preis“.

Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert und wird durch bürgerschaftliches Engagement ermöglicht. Dafür dankt der Arbeitskreis dem Trägerkreis, der sich aus Stadt und dem Landkreis Nienburg, dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis, der Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg, der Werner-Ehrich-Stiftung und dem Runden Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt zusammensetzt sowie dem WABE-Verein, der den Preis ebenfalls regelmäßig finanziell unterstützt. „Darüber hinaus würden wir uns über kleine und auch große Spenden freuen, die damit die Ziele des Preises unterstützen und die Arbeit der jungen Leute wahrnehmen und würdigen“, so die Organisatorinnen des Jugendpreises.

Bürgermeister und Landrat sind Schrimherren

Schirmherren sind der Bürgermeister der Stadt Nienburg, Henning Onkes, und der Landrat des Landkreises Nienburg, Detlev Kohlmeier. Verliehen wird der Preis im Rahmen des Gedenkens zum 9. November. Eine Preisverleihung war im vergangenen Jahr Corona-bedingt leider nicht vor Publikum möglich. Mit dem Preis gewürdigt wurden 2020 Schülerinnen und Schüler der OBS Uchte für ihr Projekt „Flucht und Ankunft in Deutschland“.

Vorschläge für den Elisabeth-Weinberg-Preis sollten bis zum 15. August an folgende Adresse gesendet werden: Landkreis Nienburg, Vorzimmer des Landrates, Kreishaus am Schlossplatz, 31582 Nienburg oder per E-Mail an landrat@kreis-ni.de.