Gerd Otten (links) übernimmt das Revier Harbergen vom scheidenden Hermann Brockmann.  Foto: Landesforsten

Gerd Otten (links) übernimmt das Revier Harbergen vom scheidenden Hermann Brockmann. Foto: Landesforsten

Harbergen 03.01.2021 Von Die Harke

Der Förster geht nach 37 Jahren

Hermann Brockmann übergibt das Revier Harbergen an Gerd Otten

Revierförster Hermann Brockmann hat den Staffelstab in der Betreuung des Revieres Harbergen an seinen Kollegen Gerd Otten weitergegeben. Bereits am 1. Dezember fand die Verabschiedung von den Niedersächsischen Landesforsten und die Revierübergabe in kleinstem Rahmen statt.

Rekordverdächtige 37 Jahre hat Hermann Brockmann das Harberger Revier, welches in dieser Zeit um das Dreifache auf 1.800 Hektar Waldfläche erweitert wurde, betreut. „Bis heute gibt es für mich keinen schöneren Beruf“, blickt der 65-Jährige zufrieden zurück.

Besonderen Wert hat er nach Mitteilung der Landesforsten auf die Pflege der 250 Hektar umfassenden Eichen-Anpflanzungen nach dem Sturm im Jahr 1972 gelegt, aber auch die Umwandlung der alten Kiefern-Wälder in Mischbestände und die Vermehrung der Weißtanne seien ihm ein besonderes Anliegen gewesen.

Ich staune bei meinen Reviergängen immer wieder über die sehr gepflegten Waldbestände.

Gerd Otten

Den Staffelstab hat nun Gerd Otten übernommen, der bereits seit 2003 mit verschiedenen Aufgaben in der Region tätig ist. „Ich staune bei meinen Reviergängen immer wieder über die sehr gepflegten Waldbestände, das ist für mich Ansporn und Verpflichtung diesen Standard zu halten“, so der 46-Jährige, der seit 2017 das Revier Nienburg mit 34 zu betreuenden Forstgenossenschaften innehatte. „Es hat viel Spaß gemacht, mit den waldinteressierten Genossenschafts-Vorständen zusammenzuarbeiten“, blickt Otten zurück, der nun mit Wohnsitz in Glissen mitten im Revier Harbergen angekommen ist.

Gerd Otten stammt aus Hämelheide bei Eystrup und hat in Göttingen an der Fachhochschule Forstwirtschaft studiert. Er ist seit 2003 im Forstamtsbereich tätig, zunächst für Vertretungstätigkeiten, bevor er von 2005 bis 2008 das damalige Jugendwaldheim Hahnhorst in Schwaförden – jetzt Waldpädagogikzentrum – leitete. Weg von der Waldpädagogik aber weiter mit viel Organisation betraut, ging es 2008 zum Maschinenstützpunkt Weberkuhle, wo Otten bis zu 14 Maschinenführer, die in Doppelschicht auf sieben Holzerntemaschinen eingesetzt waren, als Einsatzleiter betreute. Von 2017 bis November dieses Jahres betreute Otten die Genossenschafts-Wälder in der Revierförsterei Nienburg.

Hermann Brockmann kommt aus einer waldverbundenen Familie im Landkreis Celle. „Mein Vater und mein Großvater haben beide im Wald gearbeitet, und gegenüber von meinem Elternhaus war ein Kiefernsägewerk“, sieht Brockmann die Wurzeln zu seiner Berufswahl.

So studierte er Forstwirtschaft an der Fachhochschule in Göttingen und trat in den Vorbereitungsdienst der damaligen Forstverwaltung ein. Mit Zwischenstationen in Grohnde bei Hameln und in Rehburg bewarb er sich 1983 auf das damals 650 Hektar große Revier Harbergen. Einige Jahre später wurde die Ausbildungswerkstatt für Forstwirte von Weberkuhle nach Harbergen verlegt. Mit den Forstorganisationen der vergangenen zwei Jahrzehnte wurden Reviere und Forstämter aufgelöst und das Revier wuchs auf eine Waldfläche von derzeit 1800 Hektar an. „Ich habe die hohe Selbständigkeit stets geschätzt, die aber auch ein ordentliches Maß an Selbstdisziplin und Selbstorganisation erfordert“, blickt Brockmann zurück. Seinen Ruhestand verbringt er in Nienburg, wohin er bereits vor einigen Jahren gezogen ist.

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Erstellt:
3. Januar 2021, 18:21 Uhr
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