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25.02.2016 Von Alan Smithee

Der Frühling steht bald vor der Tür: Ab wann man auf Sommerreifen umrüsten kann

Wer auf seinem Auto keine Ganzjahresreifen nutzt, steht Jahr für Jahr vor der gleichen Frage: Wann kommt der Zeitpunkt von Winterreifen auf Sommerreifen umzurüsten? Kann man sich diese Gedanken ersparen indem man auf Ganzjahresreifen setzt und wann müssen die Reifen gewechselt werden, wenn man doch Sommerreifen bevorzugt?

Bestenfalls ein Kompromiss

Ganzjahresreifen sind keine optimale Alternative zu Sommer- und Winterreifen. Sie stellen einen Kompromiss dar, der weder das Optimum des einen, noch des anderen Reifentyps erreicht. Gerade im Sommer ist der Verbrauch mit Ganzjahresreifen höher und die Gummimischung kann nicht den Grip eines Sommerreifens erreichen.

Ausschlaggebend für den Reifenwechsel ist nicht die Jahreszeit

Die Frage, wann die beste Zeit zum Umrüsten ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. Die Reifen müssen prinzipiell an die Witterungsverhältnisse angepasst sein. Die Straßenverkehrsordnung sieht die Nutzung von Winterreifen vor, wenn die Straßenverhältnisse dies erfordern. Das bedeutet im Einzelnen bei Eis- und Reifglätte, Schneeglätte, Schneematsch oder Glatteis muss das Fahrzeug mit Winterreifen ausgestattet sein. Man orientiert sich also an den Witterungsbedingungen und nicht am Kalender.

Die O-bis-O-Regel

Die O-bis-O-Regel beantwortet im Volksmund die Frage, in welchem Zeitraum mit Winterreifen zu fahren ist: Von Oktober bis Ostern. Auch der ADAC gibt die O-bis-O-Regel als Richtlinie für den passenden Zeitraum aus. Wenn jedoch für Oktober zweistellige Plusgrade vorher gesagt werden, kann man auch getrost bis November mit dem Reifenwechsel warten. Sobald die Temperaturen dauerhaft unter 7 °C sinken, sollten die Sommerreifen den Winterreifen weichen, da sie bei niedrigeren Temperaturen verhärten und die Bodenhaftung verlieren.

Wann ist der Sommerreifen fit für die Saison?

Um sicher mit den Reifen über den Sommer zu kommen, sollten einige Kontrollen durchgeführt werden:

• Untersuchen der Reifen auf eventuelle Schäden, wie Risse oder Dellen

• DOT -Nummer kontrollieren

• Mindestprofiltiefe kontrollieren

Ist der Reifen älter als 10 Jahre, sollte er unbedingt durch einen neuen Reifen ersetzt werden. Ist dies der Fall, kann man sich an aktuellen Sommerreifen-Testergebnissen orientieren. Die Mindestprofiltiefe beträgt laut Gesetzgeber 1,6 mm. Experten sehen dies jedoch als zu gering an und raten zum Austausch ab 3 mm Profiltiefe. Warum ist das so? Ein Sommerreifen funktioniert wie ein Drainagesystem. Über die Profilrillen wird das Wasser nach hinten und zur Seite abgeleitet. So behalten die Profilblöcke durchgängigen Bodenkontakt. Mit abnehmender Profiltiefe verringert sich die Aufnahmekapazität der Rillen, das Wasser kann nicht mehr ausreichend abgeleitet werden und sammelt sich unter den Laufflächen. Der Bodenkontakt geht verloren, das Fahrzeug beginnt zu "schwimmen" und kann nicht mehr gesteuert oder abgebremst werden.

Wenn alle Kontrollpunkte abgehakt wurden und die Temperaturen die 10 Grad-Marke dauerhaft geknackt haben, sollte dem Wechsel auf die Sommerreifen nichts mehr in Wege stehen.

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Erstellt:
25. Februar 2016, 14:51 Uhr
Lesedauer:
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