21.04.2013

Der Kinderarmut entgegenwirken

Bürgerinitiative, Diakonisches Werk und Kreuzkirchen-Gemeinde laden ein

Nienburg. Die Diskussion darüber, wie das bisherige umstrittene „Hartz IV-System“ durch einen neuen sozialen Konsens überwunden werden kann, wird seit längerer Zeit auf breiter Basis geführt. Einen Lösungsansatz dafür bietet das „Bedingungslose Grundeinkommen“ – ein vielschichtiger Ansatz, mit dem individuell und solidarisch, Existenz und Teilhabe sichernd, ohne Bedürftigkeitsprüfung eine finanzielle Grundabsicherung für alle Bevölkerungsgruppen geschaffen werden kann. Hierzu gibt es inzwischen verschiedene Modelle. Eines hat der renommierte Experte Prof. Dr. Franz Segbers im Januar 2013 in Nienburg erläutert und zur Diskussion gestellt. Ein Fazit war: Das Bedingungslose Grundeinkommen ist sinnvoll und finanzierbar, aber es einzuführen braucht Zeit und Teilschritte.

An diese Veranstaltung knüpfen das Diakonische Werk, die Kreuzkirchengemeinde und die Bürgerinitiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“ an und werden in lockerer Folge in Kooperation über das Jahr verschiedene mögliche Schritte zum Bedingungslosen Grundeinkommen erläutern. Den Anfang macht eine Veranstaltung zum Kindergrundeinkommen.

Experten halten die Einführung einer Kindergrundsicherung für das stimmigste Konzept zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut. Die Armutsquote könnte dadurch bei den unter 15-Jährigen von derzeit 16,6 Prozent auf rund 3,3 Prozent sinken.

Nach einer Einführung von Marion Schaper, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Nienburg, zum Thema Kinder- und Familienarmut wird Wolfgang Kopf von der Bürgerinitiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“ das Konzept „Kinder brauchen mehr!“ erläutern.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 25. April, ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Kreuzkirche, Steigertahlstraße 1 in Nienburg, statt.

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Erstellt:
21. April 2013, 00:00 Uhr
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