Vor einem Jahr noch völlig normal: eine Demo von Fridays for Future. Foto: Stüben

Vor einem Jahr noch völlig normal: eine Demo von Fridays for Future. Foto: Stüben

Nienburg 21.01.2021 Von Holger Lachnit

Der Lockdown ist nicht „normal“

Plattdeutsches Theater der Sing- und Spielgemeinschaft Rohrsen, der Krähen-Cross, „Fridays for Future“ und diverse Jahreshauptversammlungen – all das waren genau vor einem Jahr Themen in der HARKE-Ausgabe von Dienstag, 21. Januar 2020. Manch einer mag nun sagen, dass diese Themen doch relativ alltäglich und banal seien. Das ist richtig, und es gab ja noch genug andere Geschichten zu lesen: Beispielsweise gab es einen Einbruch in den Tresorraum der Sparkasse Stolzenau, und Jörn Willer wurde als neuer AOK-Regionaldirektor vorgestellt.

Doch die eingangs genannten Artikel sollen als Beispiele dafür stehen, dass etwas, was noch vor einem Jahr vermeintlich „normal“ erschien, inzwischen eine Sensation sein könnte: Stellen Sie sich vor, Sie dürften heute Abend ins plattdeutsche Theater gehen. Stellen Sie sich vor, am Wochenende wäre Jahreshauptversammlung ihres Vereins und stellen Sie sich vor, es würde gar wieder Sportveranstaltungen im Landkreis Nienburg geben...

Wir müssen uns immer wieder vergegenwärtigen, wie es einmal gewesen ist. Nur so bleibt uns bewusst, dass es eben nicht „normal“ ist, wenn Restaurants und Kinos geschlossen sind, wenn sich Kinder nicht mit ihren Freunden treffen dürfen, wenn Nachbarn und Freunde nicht zur Geburtstagsfeier kommen dürfen.

Wir dürfen den Lockdown nicht als „normal“ hinnehmen, sondern müssen ihn als das sehen, was er ist: ein massiver Einschnitt in unsere Grundrechte, der niemals als Normalität angesehen werden kann.

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Erstellt:
21. Januar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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