Benjamin Gleue

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29.05.2013 Von Benjamin Gleue

Der Lohn bleibt aus

Von Benjamin Gleue

Der ASC Nienburg sorgt einen Spieltag vor dem Saisonende für einen Paukenschlag: Der Spitzenreiter der 1. Fußball-Kreisklasse trennt sich sofort von Coach Mirco Heller. Zwar stand der Weggang des Erfolgstrainers nach Saisonende schon vorher fest, der sofortige Abschied kommt aber überraschend und bringt vor dem Meisterschafts-Endspiel beim TSV Wietzen II hausgemachte und völlig unnötige Unruhe in den Verein. Als Mirco Heller im April mitgeteilt wurde, dass er in der kommenden Saison nicht mehr auf dem Trainerstuhl des ASC sitzen wird, war er „enttäuscht“. Immerhin hatte sich der Mußriede-Klub unter seiner Regie von einem Abstiegskandidaten zu einem Titelaspiranten gemausert. Doch Heller gab sich kämpferisch und hatte das Ziel, sich als Meistertrainer zu verabschieden. Nun, einen Spieltag vor dem Saisonende, ist der ASC immer noch Tabellenführer. Doch wird Heller im finalen Spiel nicht mehr auf der Bank sitzen. Der Coach muss gehen und wird damit um die Chance gebracht, den verdienten Lohn für seine Arbeit einzufahren.

Was Heller bleibt, ist eine beachtliche Bilanz: 28 Siege, 4 Remis, 7 Niederlagen. Auch wenn die jüngsten drei Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprochen haben, muss die ASC-Führungsriege sich hinterfragen. Ruhe schafft man vor dem wichtigsten Spiel der Saison wahrlich nicht mit der Entlassung des Trainers. Abzuwarten bleibt, wie die Mannschaft auf die vorweggenommene Trennung reagiert.

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Erstellt:
29. Mai 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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