Der Grasfrosch auf der Hand von Josefine wurde gleich nach der Artbestimmung wieder in die Freiheit entlassen. BUND Nienburg

Der Grasfrosch auf der Hand von Josefine wurde gleich nach der Artbestimmung wieder in die Freiheit entlassen. BUND Nienburg

Nienburg 13.07.2019 Von Die Harke

Der Ringelnatter den Appetit auf die Kröte verdorben

Kinder der BUND-Naturschule erkundeten den Wald

Sieben Kinder nahmen an der Abschlussveranstaltung der BUND-Naturschule teil. Der heimische Wald sollte in Theorie und Praxis erkundet werden. In den Räumen des BUND-Umweltzentrums lernten die drei Mädchen und vier Jungen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren viel über die Komplexität des Lebensraumes Wald. So bestimmen Boden-, Wasser- und Klimaverhältnisse, welche Pflanzen und Tiere wo leben können. Auch der Kreislauf des Werdens und Vergehens wurde dargestellt, die besondere Bedeutung von Regenwurm, Pilz und Mikroorganismus in den Fokus gerückt.

Dass der Hirsch nicht der große Bruder des Rehs ist, wussten die Kinder längst. Sie staunten aber trotzdem nicht schlecht über die enormen Unterschiede in Größe und Gewicht von Rehgehörn und Hirschgeweih.

Nach 90 schnell vergangenen Minuten servierte Mitorganisator Brechter Boekhoff ein leckeres Mittagessen, für das die begeisterten Kinder ihm einen Stern und eine Kochmütze verliehen.

Am Nachmittag ging es geführt von Förster und BUND-Vorsitzendem Jörg Brüning mit dem Fahrrad ins Waldgebiet Nienburger Bruch. Hier wurde an Hand der Jahrringe das Alter eines dicken Baumstammes bestimmt, und im Waldboden erfolgreich nach Pilzfäden gesucht. „Wohnt in dem großen Bau mit den vielen Eingängen der Fuchs, oder der Dachs?“ Diese Frage konnte nicht endgültig geklärt werden. Vielleicht teilen sich beide diese gut versteckte Behausung.

Den Borkenkäfer bei seiner zerstörerischen Arbeit zu beobachten war ein weiteres spannendes Erlebnis für die Kinder.

Der Höhepunkt des Nachmittags war erreicht, als Josefin im Buchenwald eine etwa vierzig Zentimeter lange Ringelnatter entdeckte, die gerade dabei war, eine Erdkröte, die viel dicker war als die Schlange selbst, zu verspeisen. Das aufgeregte Rufen der Kinder verdarb der Schlange den Appetit. Sie lies die Kröte fahren und verschwand im Stammfuß einer dicken Buche.

Ein rundum positives Fazit zogen Boekhoff und Brüning für die BUND-Naturschule, die in fünf Modulen umweltpädagogischer Teil des BUND-Hirschkäferprojektes ist. „Für Kinder ist es eine besondere Form des Naturerlebens, wenn der theoretischen Information das praktische Erlebnis auf dem Fuße folgt“, stellte Brechter Boekhoff, beim BUND für das Hirschkäferprojekt zuständig, fest.

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Erstellt:
13. Juli 2019, 21:54 Uhr
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