Der Mann des Geldes und der Haushalte ist seit 1997 Friedrich Wilhelm Heye.  Achtermann

Der Mann des Geldes und der Haushalte ist seit 1997 Friedrich Wilhelm Heye. Achtermann

Hoya 17.02.2018 Von Horst Achtermann

„Der Rucksack muss leichter werden“

Museumsverein Hoya setzt auf den Nachwuchs / Verein mit Museumsleiterin Ulrike Taenzer gut aufgestellt

Der Verein Heimatmuseum Grafschaft Hoya wurde am 11. Februar 1983 gegründet. In der Jahreshauptversammlung am Dienstag, 27. Februar, um 18 Uhr finden im 35. Jahr nach Gründung des Vereins einschneidende Veränderungen Im Vorstand statt.

Michael Dreifke – er führte den Verein 15 Jahre lang – ist im August vergangenen Jahres im Alter von 73 Jahren gestorben. Sein Stellvertreter Detlev Stark (80) führte die Arbeit weiter. Ilse Thoß (81) ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit seit 1999. „Wir waren damals noch nicht so vernetzt wie heute. Ich habe Informationen teilweise noch zu Fuß zu den Mitgliedern gebracht“, erinnert sie sich. Der Mann des Geldes und der Haushalte ist seit 1997 Friedrich Wilhelm Heye (83). Seine Kontenschreibung zeigt er übersichtlich in gestochener Schrift.

Die Buchführung mit Journal hat er als Landwirt gelernt. Und auch sonst ist Heye in der Logistik im Heimatmuseum gerne tätig. Friedrich Wilhelm Heye erkennt aber, dass die Zeit der handgeschriebenen Buchführung durch die elektronische neu aufgestellt werden muss. Ilse Thoß und Friedrich Wilhelm Heye wollen aus Altersgründen aufhören, kandidieren nicht wieder. Im Vorstand bleibt Kerstin Bolte-Mahlstedt als Schriftführerin.

Detlev Stark möchte den Vorstand verjüngen. „Seit einem Jahr ist Ulrike Taenzer bei uns als hauptamtliche Leiterin im Museum, das hat uns gut getan. Damit verfügt die Museumsarbeit auf eine feste, breite Basis“. Ulrike Taenzer wird ab 1. März 2018 auch die Archivarbeit für die Stadt Hoya von Henry Meyer übernehmen. Der Vertrag sei schon unterwegs.

„Der Rucksack muss leichter werden. Wir brauchen zur Entlstung des Vorstands die verstärkte Mitwirkung unserer jüngeren Mitglieder“, betont Stark im Pressegespräch im Büro des Museumsvereins. „Durch den Rat der Stadt werden wir durch Dr. Jan Witte und Christoph Preuß unterstützt. Wolfgang Asendorf-Walther steht in den Startlöchern als stellvertretender Vorsitzender“, so Stark. So könnte Detlev Stark die Position des 1. Vorsitzenden übernehmen, den er stellvertretend schon seit einem halben Jahr ausübt.

„Welche Fähigkeiten habe ich? Wie kann ich sie anwenden? Habe ich technisches Geschick? Kann ich Dokumente und Publikationen erstellen und damit den Schaukasten ausstatten? Ferner sind gärtnerische Arbeiten erforderlich. Auch sollte man neuen Dingen gegenüber aufgeschlossen sein“, so Ulrike Taenzer. Und fährt fort: „Im Übrigen planen wir für den 26. Mai einen Helfertag zum Kennenlernen, mit Informationen und Geselligkeit“.

Ilse Thoss ergänzt: „Ich persönlich habe einen Selbstgewinn aus dieser Zeit meiner Arbeiten im Museumsverein gezogen und profitiere von mehr Wissen über die Geschichte meiner Heimat.“ Dazu Vorstandskollege Heye: „Deine Aussage kann ich voll unterstützen“.

Der Verein mit seinen 130 Mitgliedern, die im Durchschnitt über 70 Jahre alt sind, bewegt etwa 30 000 Euro jährlich. Ab dem 1. Januar sollen die Beträge elektronisch verarbeitet werden. Am 27. Februar um 18 Uhr treffen sich die Mitglieder im Museum, um Weichen für die nahe Zukunft zu stellen.

Für weitere Informationen ist Ulrike Taenzer am Montag und Dienstag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr unter Telefon 04251/671679 sowie jederzeit per E-Mail unter museum-hoya@t-online.de zu erreichen.

Weitere Infos unter www.museum-hoya.de

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Erstellt:
17. Februar 2018, 21:00 Uhr
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