Der Siegeszug der beliebten Wasserbetten

Der Siegeszug der beliebten Wasserbetten

123rf.com / Katarzyna Białasiewicz

Wasserbetten stehen weiter ganz oben auf der Betten-Wunschliste Seit Jahren können Wasserbetten ihren Marktanteil ausbauen. Trotz hoher Investitionskosten haben laut Schlafbook mittlerweile rund 5 Prozent aller Bundesbürger ein eigenes Wasserbett im Schlafzimmer stehen. Wer einmal die besonderen, mit Wasser gefüllten Matratzen besessen hat, schwört in der Regel auf diese. Doch gerade die Frage nach dem Service steht bei vielen Verbrauchern auch weiterhin zur Diskussion, denn Umfragen zeigen, dass längst nicht jeder Hersteller auch mit einem guten und ausgewogenen Support überzeugen kann.

Schon seit Mitte der 1990er-Jahre legen die Wasserbetten einen beinahe beispiellosen Siegeszug hin, den bislang auch die Boxspringbetten, die hierzulande an Popularität gewinnen, nicht das Wasser reichen können. Ihr ursprüngliches Image, vor allem den Reichen und Schönen vorbehalten zu sein, haben die verschiedenen Modelle längst abgelegt. Dazu hat vor allem der Aspekt beigetragen, dass die Wasserbetten in den letzten Jahren günstiger und damit eben auch für immer mehr Menschen erschwinglich wurden. Die Absatzzahlen bestätigen das. Weltweit haben die Wasserbetten demnach in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als 60 Millionen Mal den Besitzer gewechselt.

Eine Favoritenrolle nehmen sie dabei vor allem bei Menschen ein, die unter Rückenproblemen leiden. Durch die sanften Bewegungen schaffen die Matratzen eine gezielte Entlastung der Rückenpartie und können unangenehmen Schmerzen vorbeugen. Dabei kamen Schlafexperten längst zu dem Ergebnis, dass nicht nur Erwachsene auf den Wasserbetten eine besondere Schlafqualität genießen, sondern sich dieser Bettentyp ebenso hervorragend für den Nachwuchs eignet. In jeder Liegeposition können Kinder durch die Wasserbetten entlastet werden. Die angenehme Druckentlastung verbessert die kindliche Schlafqualität und erhöht den Liegekomfort für die sich noch wachsende Wirbelsäule enorm.

Der hohe Liegekomfort ist in jeder Nacht spürbar. Da Muskeln und Gelenke intensiv entlastet werden, drehen sich Erwachsene und Kinder weniger häufig um. Gerade Kinder gelten in der Nacht gemeinhin als sehr aktiv und wechseln die Liegeposition oft. Auch wenn dies in den einzelnen Schlafphasen nicht aktiv bemerkt wird, mindert es doch die Schlafqualität. Die Wasserbetten wirken dem gezielt entgegen.

Die therapeutische und gesundheitsfördernde Wirkung der Wasserbetten kommt nicht von ungefähr. Ursprünglich wurden die mit Wasser gefüllten Betten tatsächlich für den Einsatz am Krankenbett entwickelt. Der in Schottland niedergelassene Arzt Neil Arnott entwickelte 1830 die sogenannte schwimmende Matratze, die zunächst bei bettlägerigen Patienten Anwendung fand.

Seitdem hat sich auf dem Markt der Wasserbetten viel getan. Die Wasserbetten sind nicht nur robuster, sondern auch massentauglich geworden. Darüber hinaus bestimmen immer wieder neue Trends das Angebot. Um den Komfort weiter zu erhöhen, werden ab Werk immer mehr Modelle mit einer integrierten Wärmeregulierung ausgestattet. Die integrierten Wärmesysteme kommen gerade Menschen mit Rückenbeschwerden zugute. Rückenschmerzen und damit verbundenen Bewegungseinschränkungen haben sich in den letzten Jahren bundesweit zum Volksleiden entwickelt. Durch die Wärme der Wasserbetten können verkrampfte Muskeln gezielt entlastet werden, sodass sich Schmerzen lindern lassen. Ideal sind Temperaturen von rund 27 Grad Celsius.

Trotz der bekannten Vorteile sind sich viele Verbraucher auch weiterhin unsicher, ob sich die Investition in ein Wasserbett lohnt. Noch immer ranken sich um diese Betten viele Mythen und das obwohl die Hersteller und Schlafexperten in der Vergangenheit immer wieder darum bemüht waren, diese aus der Welt zu schaffen. Die neuesten Generationen der Wasserbetten bieten dabei noch einmal signifikante Verbesserungen. So konnten insbesondere die Lebensdauer und die individuelle Anpassbarkeit deutlich verbessert werden.