Autor Holger Wetjen (Paris) hält einen Vortrag über den Totentanz. Wetjen

Autor Holger Wetjen (Paris) hält einen Vortrag über den Totentanz. Wetjen

Eystrup 07.02.2018 Von Die Harke

Der Tod tanzt mit jedem

Mittelalterliche Bilder und Gedichte

Die [DATENBANK=7085]Kirchengemeinde Eystrup[/DATENBANK] lädt am Aschermittwoch, 14. Februar, um 19 Uhr zum Bildvortrag von Holger Wetjen über die Totentanzdarstellungen in der Kirche von Loxstedt an der Unterweser ins Gemeindehaus (Kirchstraße 18) ein. Der Referent wird dieses besondere Kulturgut der Landeskirche nicht nur anhand zahlreicher Abbildungen vorstellen und erläutern, sondern auch den Einfluss der Totentänze für die Gedanken der Reformation vermitteln. Pastor [DATENBANK=1534]Dr. Thies Jarecki[/DATENBANK] wird den Vortrag mit Impulsen zum Beginn der Passionszeit rahmen. Begleitet wird die Veranstaltung durch mittelalterliche Musik der Band „Die Wildblumen“.

Der Tod tanzt mit jedem von uns: Was hat uns der Totentanz heute zu sagen? So lautet der Titel des Vortrags. Holger Wetjen, geboren 1977 in Bremerhaven, ist Journalist und theologischer Autor und lebt in Paris. Er bringt 43 Projektionen von Abbildungen zum Thema Totentanz und Tod in der Kunst vom Spätmittelalter bis heute mit.

Sein Buch „Cette mort qui nous fascine“ („Dieser faszinierende Tod“, bei éditions olivéta) enthält 127 farbige Abbildungen zum Totentanz und Tod in der Kunst.

Der Totentanz ist eine Allegorie des Todes in Form eines grinsenden Skeletts, das die Menschen aller Stände in seinen schaurigen Reigen aufnimmt. Entstanden ist diese Kunstform 1424 in Paris, an den Mauern des Friedhofs Cimetière des Innocents, und wurde in dann in La Chaise-Dieu, Basel, Berlin, Lübeck, Füssen, Loxstedt sowie als Buch vom Renaissance-Maler Hans Holbein in ganz Europa kopiert: Eine wahre Totentanz-Welle ging über das Europa des 15. und 16. Jahrhunderts, die Zeit der Schwarzen Pest.

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Erstellt:
7. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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