24.07.2019 Von Alan Smithee

Der Trade- und Free-Agency-Wahnsinn in der NBA

So richtig zur Ruhe kommt die NBA nie. Auch wenn die Finals schon ein paar Wochen zurückliegen und die meisten Spieler im wohlverdienten Sommerurlaub sind, weiß die populärste Sportliga der Welt die Schlagzeilen zu bestimmen. Ob NBA Awards, Draft oder Summer League – irgendetwas ist immer. Für das meiste Aufsehen sorgt allerdings in aller Regelmäßigkeit die Free-Agency-Phase. Ab dem 1. Juli dürfen die vertragslosen Spieler mit den Teams verhandeln. In diesen paar Wochen können sich während eines Sommers die kompletten Kräfteverhältnisse in der NBA verschieben. Wenn die Superstars auf dem Markt sind, vergeht kein Tag ohne wilde Spekulation. So auch in diesem Jahr. Namen wie Kawhi Leonard, Kevin Durant oder Kyrie Irving sind nur ein paar der großen Free Agents in diesem Jahr. Wir schauen, wo die Big Names in der kommenden Saison spielen.

Irving und Durant treffen sich in Brooklyn

Der größte Name der diesjährigen Free Agency war zweifelsfrei Kevin Durant. Als er vor drei Jahren zu den Warriors wechselte, nahmen ihm das nicht wenige Fans übel. Drei Finalsteilnahmen und zwei Titel später wird dieses Kapitel wieder geschlossen. Trotz seines Achillessehnenriss, welchen er sich in den Finals zuzog, der Spiegel berichtete, wechselt der zweimalige Finals-MVP zu den Brooklyn Nets. Bereits die gesamte Saison über wurde spekuliert, wo es KD hinziehen würde. Während zunächst immer wieder die Knicks genannt wurden, ist es letztlich doch die andere Franchise aus dem Big Apple geworden. Doch die Nets konnten noch einen zweiten Hochkaräter an Land ziehen. Auch Kyrie Irving wird sich Brooklyn anschließen. Zwar wird KD voraussichtlich die gesamte kommende Saison fehlen, allerdings werden die beiden die Nets in den kommenden Jahren zu einem ernstzunehmenden Titelkandidaten machen.

LeBron bekommt sein Superteam

Erstmals seit 2005 fanden die Playoffs ohne LeBron James statt. Der Superstar verpasste die Post-Season mit seinen LA Lakers auf unrühmliche Weise. Klar also, dass im Sommer etwas passieren musste. In einem gigantischen Trade ist es endlich gelungen Anthony Davis aus New Orleans nach Hollywood zu lotsen. Spox beantwortet die Fragen zum Trade. Zwar ging man anschließend im Werben um Kawhi Leonard leer aus, allerdings konnte mit DeMarcus Cousins eine weitere wichtige Verpflichtung präsentiert werden. Da mittlerweile auch die Bank mit starken Veteranen und Rollenspielern aufgefüllt werden konnte, gehören die Lakers bei den Betfair online Wetten mit einer Quote von 5,5 erstmals seit langer Zeit wieder zu den Favoriten auf den NBA-Titel (Stand 22.7.). Allerdings darf man auch die zweite Mannschaft in Los Angeles nicht vergessen.

LA Clippers als Free-Agency-Sieger?

Die LA Clippers haben wohl am meisten überrascht. Die Franchise stand schon immer im Schatten der Showtime-Lakers, doch nun könnten sie zur Nummer eins an der Westküste werden. Es dauerte einige Tage, bis der amtierende Finals-MVP seine Entscheidung verkündete, doch dafür mit einer dicken Überraschung. Anstatt beim Champion, den Raptors, zu verlängern, zieht es Kawhi Leonard nach Kalifornien. Doch damit nicht genug, in einem wahren Monsterdeal mit insgesamt fünf Picks handelten die Clippers zusätzlich Paul George aus Oklahoma ein. Der dritte bei der diesjährigen MVP-Wahl wurde ebenfalls immer wieder mit Lakers in Verbindung gebracht, wird nun aber mit Leonard ein neues Superduo bei den Clippers bilden. Sport1 beschäftigt sich mit dem Trade.

Nachdem das Superteam der Warriors also auseinandergebrochen ist und sich überall neue, realistische Titelanwärter bilden, ist die Liga spannend, wie schon lange nicht mehr.

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Erstellt:
24. Juli 2019, 12:14 Uhr
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