Manon Garms DH

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26.03.2015 Von Manon Garms

Der Varoufakis von Nienburg

von Manon Garms

Das Geld in der Nienburger Stadtkasse ist knapp. Jetzt müssen zusätzliche Vertretungskräfte in den Kitas bezahlt werden, was mit höheren Kitagebühren finanziert werden soll (Bericht auf dieser Seite). Dieser Schritt ist den Mitgliedern des Nienburger Stadtrates nicht leichtgefallen. Wie viel einfacher wäre es doch gewesen, wenn man einfach zusätzliche Unterstützung von Bund und Land eingefordert hätte? Diesen Vorschlag hatte Jens Borcherding (WG) in der Ratssitzung gemacht. Doch es ist eben nicht so einfach. „Ich habe bei Politikern oft den Eindruck, dass sie im Bundestag, im Landtag und im Stadtrat gleichzeitig sitzen“, sagte Erster Stadtrat Professor Bernd Rudolph. Die Nienburger müssten sich mit ihren praktischen Problemen vor Ort beschäftigen. „Wenn ich jetzt zu Angela Merkel ginge, würde ich dort nur als der Nienburger Varoufakis auflaufen“, so Rudolph in Anspielung auf den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis.

In diesem Fall müsste der Erste Stadtrat allerdings ohne seine Krawatte vor die Bundeskanzlerin treten – wenn er denn wirklich wie der Grieche auftreten möchte, der im Vergleich zu anderen Politikern stets recht leger gekleidet ist. Doch im Ernst: Ein solches Unterfangen hätte wohl kaum Aussicht auf Erfolg. Und so blieb dem Rat keine Wahl, als der Gebührenerhöhung zuzustimmen, auch wenn es sicher für viele ein schwerer Schritt war.

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Erstellt:
26. März 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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