Uschi und Horst Ellinghausen.

Uschi und Horst Ellinghausen.

Holtorf 13.02.2016 Von Edda Hagebölling

„Der Wettergott muss Skiläufer sein“

Gruppe um Horst Ellinghausen (halbwegs) wohlbehalten von 40. HSV-Skifreizeit im österreichischen Galtür zurückgekehrt

Von Edda Hagebölling. Drakenburg. „Alle waren da. Nur der Bus fehlte.“ Horst Ellinghausen, Helmut Ebeling und Angela Fahlsing erinnern sich noch gut an den Tag, an dem sie zusammen mit 40 anderen Frauen, Männern und Kindern aufgebrochen sind zur 40. HSV-Skifreizeit. Galtür war das Ziel der Jubiläumstour, zu der sich Wintersportfreunde aus so gut wie allen Teilen des Landkreises Nienburg angemeldet hatten. Pünktlich um 5 Uhr in der Frühe sollte es losgehen an der Halle der Holtorfer Sportvereinigung. Für die Reisenden um Cheforganisator Horst Ellinghausen auch kein Problem. Nur Busfahrer Peter hatte – für ihn völlig untypisch – Verspätung. Wegen des extremen Eisregens, der in dieser Nacht eingesetzt hatte, kam er mit seinem Bus zunächst nicht aus der Garage. Doch schließlich wurde alles gut. Gegen 18 Uhr traf man gut gelaunt im österreichischen Skigebiet Galtür ein und erlebte eine Woche, wie sie kurzweiliger und ereignisreicher kaum sein konnte. Das lag zum einen am Wetter. „Petrus muss Skiläufer sein“, mutmaßte Helmut Ebeling am Dienstagmorgen bei der Nachbesprechung. Aber auch am Programm. Da für Horst Ellinghausen zu diesem Zeitpunkt bereits feststand, dass die 40. von ihm organisierte HSV-Skifreizeit auch seine letzte sein würde – der langjährige HSV-Vorsitzende ist im Dezember 80 Jahre alt geworden – hatte er sich bei der Ausarbeitung des Rahmenprogramms noch einmal so richtig Mühe gegeben. Seine Mitreisenden allerdings auch...

Bereits im Bus waren die Teams für die traditionellen Winterspiele eingeteilt worden. Indoor wie Outdoor. Eine Aufgabe hieß: Verwandlung um Mitternacht. Besonders Helmut Ebeling wird den Moment nie vergessen, als er – verkleidet als „Das Grauen der Nacht“ – aus dem Fahrstuhl ausstieg und auf zwei – bis dahin völlig unbedarfte – fremde weibliche Hotelgäste stieß...

Noch lange werden sich die Reisenden aber auch an das Eisstockschießen, das Fassdaubenrennen, das nächtliche Skilaufen und die Schneeschuhwanderung zu einer Wildererhütte erinnern. Aber natürlich auch an die optimal gepflegten Loipen und Pisten in 1600 Metern Höhe. Und selbstverständlich auch an die Jausen, das Glühweintrinken und das leckere Essen im Hotel. „Abgenommen hat trotz der vielen Aktionen garantiert niemand“, so Angela Fahlsing. Und ergänzt schmunzelnd: „Aber warum hieß die Freizeit eigentlich Freizeit...?“

Weil man aufhören soll, wenn es am schönsten ist, hat Horst Ellinghausen in Galtür seinen Rücktritt als Reiseleiter verkündet. Er ist aber zuversichtlich, dass es auch eine 41. und eine 42. HSV-Skifreizeit geben wird. Sicherlich anders, aber bestimmt nicht schlechter, so der scheidende Cheforganisator.

Und weil ein paar Eingeweihte schon Bescheid wussten, hatten sie für Horst und Uschi Ellinghausen natürlich auch ein bisschen was vorbereitet.

Zum einen mussten beide im Slalom eine Piste hinunterfahren und unterwegs die Kleidungsstücke anziehen, die an der Strecke deponiert waren. Zum zweiten wurde Horst Ellinghausen eine von der University of Sports ausgestellte Urkunde überreicht, die ihn zum „Doktor des Skifahrens“ ernennt.

Und zu guter Letzt ist Ellinghausen jetzt Inhaber eines Türschilds mit der Inschrift „Wurscht‘l Horschtl‘s Hütten“: Die wird garantiert beim „Alpenglühen“ zum Einsatz kommen, das voraussichtlich im März in der Alten Kapelle in Haßbergen stattfindet. Unter Mitwirkung der Hausmusiker Heiko und Wilfried.

Bis dahin dürften sich dann auch die beiden kleinen Bruchpilotinnen von ihren Blessuren erholt haben...

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Erstellt:
13. Februar 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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