Austausch gabe es bei Familie Hamou. CJD

Austausch gabe es bei Familie Hamou. CJD

Liebenau 23.02.2019 Von Die Harke

Der Zusammenhalt unterstützt

CJD-Serie „Willkommen in Nienburg“ / Heute: Zu Besuch bei der Flüchtlingsinitiative „Liebenau hilft“

Die Will-In-Mitarbeiter Saber Simo und Samir Elladawi haben mit Aktiven der Flüchtlingsinitiative „Liebenau hilft“ und Familie Hamou über ihre Erfahrungen gesprochen. Die Gäste bekamen zunächst durch Ulrike Granich und Meral Akyol einen Einblick in die Kleiderkammer, die für alle Menschen Donnerstagsnachmittags geöffnet ist und staunten nicht schlecht, was dort alles angeboten wird. Neben Kleidern, Schuhen, Taschen und allem möglichen Haushaltszubehör stehen auch leihweise Betten und Matratzen zur Verfügung gegen eine kleine Spende.

In der Kulturscheune trafen sie dann noch mit Familie Hammou zusammen, die nach einer langen Trennung und einem schwierigen Fluchtweg und seit letztem November wieder als Familie zusammen in Liebenau leben. Laut des Vaters fühlt seine Familie sich sehr wohl und die Kinder hätten sich eingelebt, indem sie sich bei einem Sportverein angemeldet und Freunde gefunden haben. Die Kinder besuchen derzeit die Schule in Liebenau. Er fügte hinzu, dass alles nicht geschehen kann, ohne die großartige Unterstützung der Ehrenamtlichen, Paten, Flüchtlingsinitiative „Liebenau hilft“ und Sprachmittlern. Die Familie Hamou bedankt sich bei allen recht herzlich dafür.

Für Ulrike Granich war es noch wichtig, auf den wunderbaren Zusammenhalt dieser Flüchtlingsinitiative hinzuweisen: Jede Familie bekommt zwei Paten zur Seite, die den Menschen helfen in Deutschland anzukommen, und Kontakte zu knüpfen.

Sie möchte in diesem Bezug auch darauf hinweisen, dass diese Zusammenarbeit der Flüchtlingsinitiative nicht nur für Flüchtlinge sei, sondern auch für die EU-Bürger, zum Beispiel Rumänen, die da in Liebenau wohnen. Sie sprach ein herzliches Dankeschön allen Sach- und Geldspendern aus. Nur die Unterstützungen und die Spenden ermöglichen eine integrative Flüchtlingsarbeit in Liebenau.

Meral Akyol, die schon als Kind mit elf Jahren nach Deutschland gekommen ist, war eine der Patinnen für Familie Hammou, und hat sich zusammen mit der ganzen Flüchtlingsinitiative und mit Hilfe der heimischen Politiker dafür eingesetzt, dass die Familie zusammengeführt wird.

In der Kulturscheune werden Deutschkurse angeboten, unter anderem Deutsch für Auszubildende. Zu diesem Kurs kommen Auszubildende aus dem ganzen Landkreis. Außerdem wird ein Deutschkurs für Einsteiger von der Evangelischen Kirche angeboten.

Familie Hamou berichtete aus Griechenland: Es gibt dort im Camp Familien und Einzelpersonen, die in der Zwischenzeit ein Visum erhalten haben, aber aufgrund der langen unfreiwilligen Verweildauer im Camp nicht mehr über genügend finanziellen Mitteln verfügen, ihre Reise zu den Verwandten fortzusetzen, wie ursprünglich geplant.

Die Kleiderkammer besuchte die Gruppe. CJD

Die Kleiderkammer besuchte die Gruppe. CJD

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Erstellt:
23. Februar 2019, 22:06 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 24sec

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