Der erste Spargel ist da. Auch bei Rainer Göllner in Gadesbünden hat die Ernte des Edelgemüses in dieser Woche begonnen. Hagebölling

Der erste Spargel ist da. Auch bei Rainer Göllner in Gadesbünden hat die Ernte des Edelgemüses in dieser Woche begonnen. Hagebölling

Gadesbünden 01.04.2017 Von Edda Hagebölling

Der erste Spargel ist da

Auch bei Landwirt Rainer Göllner in Gadesbünden hat in dieser Woche die Ernte des Edelgemüses begonnen

Nachdem DIE HARKE am Sonntag in der vergangenen Ausgabe darüber berichtet hatte, dass DFB-Präsident [DATENBANK=3201]Reinhard Grindel[/DATENBANK] auf Einladung von Spargel-Chef [DATENBANK=372]Fritz Bormann[/DATENBANK] zum obligatorischen „Spargelanstich“ nach Nienburg kommt, hatte die Redaktion Mitte der Woche eine weiteren Spargelexperten am Telefon. „Der erste Spargel ist da. Bei uns – und anderen – wird seit ein paar Tagen gestochen“, so Landwirt [DATENBANK=3770]Rainer Göllner[/DATENBANK] aus Gadesbünden. Ausgelöst durch die fast schon sommerlichen Temperaturen und Dank einer ausgetüftelten Folien-Technik fällt die Ernte auch schon ganz ordentlich aus.

„Sehr zur Erleichterung der Gastronomie“, so Göllner. Die von ihm belieferten Hotels und Restaurants zwischen Hannover und Bremen warten schon sehnsüchtig darauf, ihren Gästen endlich den echten Nienburger Spargel mit dem Gütesiegel anbieten zu können. „Geschält, versteht sich. Das passiert bei uns noch von Hand“, so der Gadesbündener weiter.

Hoher bürokratischer Aufwand

Dass die Spagelernte ohne die Saisonarbeitskräfte aus Polen nicht möglich wäre, ist auch bei Familie Göllner so. Dank der EU-Bestimmungen ist das jedoch mittlerweile ohne großen bürokratischen Aufwand möglich. „Ich bitte einfach unseren Steuerberater Frank Nauenburg, die Frauen und Männer anzumelden. Und schon kann‘s losgehen. Selbstverständlich unter Einhaltung der Mindestlohnvorschriften“, so Göllner weiter.

Gestochen wird der Spargel auch bei Göllners noch mühselig Stange für Stange. Allerdings mittlerweile mithilfe einer sogenannten Spargel-Spinne. Sie nimmt die Folie, die über den Beeten liegt, auf und erspart den Stechern zudem das Schleppen der schweren Spargelkörbe.

„Die Schwarzweiß-Folie ist längst Standard“, so Göllner. Sie hält die Wärme in den Dämmen, bewahrt die weißen Spargelköpfe davor, blau zu werden, zieht das Sonnenlicht an – wenn die schwarze Seite oben liegt – oder absorbiert sie, wenn die Folie gewendet wurde und die weiße Seite oben liegt.

Spargelanbau auf 1000 Hektar im Landkreis

„Ohne die Folientechnik wäre der Spargel deutlich teurer“, ist sich Rainer Göllner sicher. Er bräuchte doppelt so viel Personal, weil zweimal am Tag gestochen werden müsste. Auch wäre die Qualität eine andere, weil die Temperatur in den Spargeldämmen schwanken und deutlich weniger Stangen wachsen würden, die das Prädikat 1. Wahl bekämen.

Spargel wird im Landkreis Nienburg auf einer Fläche von 1000 Hektar angebaut. Hauptabnehmer sind die Gastronomie und der Lebensmittelhandel, verkauft wird das Edelgemüse außerdem auf dem Großmarkt, auf Wochenmärkten, in den Märkten vor Ort, in den Hofläden und direkt ab Hof.

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Erstellt:
1. April 2017, 21:00 Uhr
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