Christine Eichel liest am 16. März in Nienburg. Thomas Kierok

Christine Eichel liest am 16. März in Nienburg. Thomas Kierok

Nienburg 10.03.2017 Von Die Harke

Deutschland, Lutherland

Lesung und Vortrag mit Christine Eichel am 16. März in Nienburg

Warum arbeiten wir Deutsche mehr als andere? Warum sind wir Sparweltmeister, haben ein dichteres soziales Netz als andere Länder und die reichste Orchesterlandschaft der Welt? Auf verblüffende Weise zeigt Christine Eichel die Nachwirkungen der Reformation. Denn noch immer sei Deutschland Lutherland, noch immer zeigen sich protestantische Einflüsse in Politik und Ökonomie, Kultur und Gesellschaft. Die Lesung aus Eichels Buch „Deutschland, Lutherland“ beginnt am Donnerstag, 16. März, um 19 Uhr im Gemeindehaus der katholischen St.-Bernwards-Kirchengemeinde, Stettinger Straße 1a in Nienburg.

Weiter heißt es: „Der Anschlag von Luthers 95 Thesen am Hauptportal der Wittenberger Schlosskirche am 31. Oktober 1517 war das Fanal der Reformation. Luther kämpfte jedoch nicht nur gegen die Papstkirche und propagierte ein neues Gottesbild, ihm ging es um eine grundsätzliche Transformation des Glaubens und Lebens. Mit weitreichenden mentalitätsgeschichtlichen Folgen. Im Zug der Reformation entstand eine protestantische Kultur, die bis heute starken Einfluss auf unsere Ideen von Staat, Wirtschaft, Familie, Bildung und der Rolle der Frau hat.“

Ausgehend von Alltagserfahrungen, die sie in pointierten Anekdoten schildert, zeigt Autorin Christine Eichel die überraschende Präsenz reformatorischer Haltungen in der Gegenwart. Denn vieles, was uns typisch deutsch erscheint – Fleiß, Sparsamkeit, Leselust oder Musikbegeisterung – lässt sich als Erbe Luther‘scher Überzeugungen analysieren. Dazu gehören auch die dunklen Kapitel deutscher Geschichte, vom Obrigkeitsgehorsam bis hin zum Antisemitismus.

Der Eintritt ist frei.

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Erstellt:
10. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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