Projektkoordinatorin beim ASB Anke Diekmann freut sich, dass die Ersthelfer-App an den Start geht. Foto: ASB/P. Frauenreuther

Projektkoordinatorin beim ASB Anke Diekmann freut sich, dass die Ersthelfer-App an den Start geht. Foto: ASB/P. Frauenreuther

Landkreis 20.10.2021 Von Die Harke

„DiNi SCHOCKT“: Neue App soll Menschenleben retten

Sie führt Ersthelfer und Defibrillatoren zu Orten von akuten Herzanfällen

Am Mittwoch ist „DiNi SCHOCKT“ an den Start gegangen. Das Gemeinschaftsprojekt der Gesundheitsregion Diepholz/Nienburg mit den beiden Landkreisen sowie dem DRK-Kreisverband Diepholz und dem ASB-Kreisverband Nienburg will dem plötzlichen Herztod vorbeugen. Das hat der ASB mitgeteilt.

„DiNi SCHOCKT“ gehört zu Initiative „ASB SCHOCKT“, die inzwischen 31 Städten und Landkreisen, von Berlin bis Frankfurt, von Schleswig-Holstein bis Kassel, verfügbar ist.

Akute Herzanfälle können jeden treffen

Jeder könne jederzeit in die Situation kommen, mit einem akuten Herzanfall konfrontiert zu werden. Allein in den Landkreisen Nienburg und Diepholz treffe es Hochrechnungen zu Folge 400 Menschen im Jahr. Das Hauptproblem sei: Kaum jemand wisse, wie er sich in einer solchen Situation zu verhalten habe.

Die frühzeitige Durchführung der richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen, gekoppelt mit dem schnellstmöglichen Einsatz eines Automatisierter Externen Defibrillator (AED), könne die Überlebenschancen um mehr als 70 Prozent steigern. Die kostenlose „DiNi SCHOCKT“-App für Android und iOS-Smartphones, verbindet eine Ersthelferdatenbank und ein AED-Kataster mit einem Alarmierungssystem, das an die Rettungsleitstellen in Stadthagen und Diepholz angeschlossen sei.

App leitet Helfer zum „Defi“

Mithilfe der App würden beim Absetzen des Notrufs umgehend der Standort und das nächste öffentlich verfügbare AED-Gerät geortet. Die Rettungsleitstelle könne zeitgleich zum Rettungsdiensteinsatz eine Push-Nachricht an registrierte Ersthelfer versenden, die in der Nähe des Notfallortes sind. Ein Ersthelfer, der den Einsatz akzeptiert, wird auf dem kürzesten Weg zum Betroffenen geleitet.

Einen zweiten Ersthelfer führe die App zum nächsten verfügbaren AED-Gerät, um dieses an den Notfallort zu bringen. So könne schnelle Hilfe geleistet werden.

35 Geräte im Einsatz

„Damit ,DiNi SCHOCKT’ auch in unserer Region viele Leben retten kann, brauchen wir die Unterstützung der Bevölkerung“, sagte Anke Diekmann, Pressesprecherin und Projektkoordinatorin beim ASB. Je mehr AED-Standorte in die App aufgenommen würden und je mehr Ersthelfer sich zur Verfügung stellteen, desto schneller sei die Hilfe im Notfall. An den Start gingen am Mittwoch für das Kreisgebiet Nienburg 35 gemeldete Defibrillatoren und 32 registrierte Ersthelfern.

„Als Anreiz für alle, die helfen möchten und sich registrieren wollen, gibt es bis zum Ende des Jahres ein Kontingent an kostenfreien Erste-Hilfe-Kursen im Landkreis Nienburg und im Landkreis Diepholz“, so Diekmann.

www.dini-schockt.de

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Erstellt:
20. Oktober 2021, 18:08 Uhr
Lesedauer:
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