Diabetes-Fachfrau Anja Bannick und Chefarzt Markus Bauer. Foto: Helios

Diabetes-Fachfrau Anja Bannick und Chefarzt Markus Bauer. Foto: Helios

Nienburg 05.07.2020 Von Die Harke

Diabetes richtig behandeln

Helios-Kliniken setzen auf Fachfrau: „Früherkennung ist das A und O“

Anja Bannick verstärkt als Diabetesberaterin das Team der Helios-Kliniken Mittelweser. „Dies ist ein weiterer Schritt zur optimalen Versorgung unserer Patienten. Die beiden wichtigsten Punkte: Früherkennung und die richtige Einstellung der Medikation“, heißt es in einer Pressemitteilung des Krankenhauskonzerns. Diabetes sei häufig eine Nebendiagnose: eine Erkrankung, die nicht immer zur stationären Aufnahme führe, sondern oft auch mitgebracht werde. Das Tückische: Diabetes könne Einfluss auf andere Erkrankungen haben oder den Heilungsverlauf negativ beeinflussen. Häufig seien Patienten auch mit der medikamentösen Einstellung nicht zufrieden.

Um alle Diabetespatienten optimal versorgen zu können, haben die Helios-Kliniken die Stelle der Diabetesberaterin neu geschaffen. „Dies war genau der richtige Schritt, um für unsere Diabetiker eine hohe Betreuungsqualität gewährleisten zu können“, betont Markus Bauer, Chefarzt für Gastroenterologie und Innere Medizin. Anja Bannick, seit April 2020 in dieser Position, hat umfängliche Erfahrungen in diesem Bereich. Die diplomierte Oecotrophologin mit Weiterbildung zur Diabetesberaterin DDG hat bereits im Capio-Krankenhaus Land Hadeln in Otterndorf das Diabeteszentrum mit aufgebaut.

„Das rechtzeitige Erkennen der Diagnose Diabetes bzw. die richtige Behandlung eines bestehenden Diabetes mellitus ist auch im Krankenhaus essenziell“, so Bannick. Daher erscheint auf ihrem Bildschirm jeden Morgen die Liste der Patienten, die einen zu hohen Blutzuckerwert aufweisen. „Im ersten Schritt spreche ich persönlich mit den Patienten, ob sie schon von einer Diabeteserkrankung wissen und ob sie mit ihrer Therapie zufrieden sind. Im Bereich Diabetes haben wir den großen Vorteil, dass wir die Therapie an den Menschen anpassen können – nicht umgekehrt“, erläutert Bannick.

„Diabetes tut nicht weh“, betont die Expertin. „Wenn man etwas merkt, sind meistens schon Spätfolgen des Diabetes vorhanden. Deshalb ist die Früherkennung das A und O.“ Zum Aufgabenbereich der Diabetesberaterin zählt auch die Schulung des hauseigenen Personals.

Neben der Basisschulung für das Pflegepersonal werden pro Station zwei Mitarbeiter intensiver geschult. „Es fängt schon bei den kleinen Dingen an, wie zum Beispiel einem Notfallkörbchen. Aber auch die Insulintherapie und der Einsatz der technischen Hilfsmittel wollen gelernt sein“, so Bannick.

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Erstellt:
5. Juli 2020, 16:30 Uhr
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