30.12.2012

Die Ära Leiding endet nach 20 Jahren

Gisela und Heinrich Hambrock übernehmen Hausmeister-Part in Hämelhausen

Hämelhausen (an). Willi Leiding wird in diesen Tagen 88 Jahre. Aus diesem Grund will er zum Jahresende seine ehrenamtlichen Aufgaben als Hausmeister des Gebäudekomplexes am Sportplatz in Hämelhausen aufgeben.

Das Sportheim, der Schießstand und das Feuerwehrgerätehaus sind in den vergangenen 20 Jahren unter seiner Obhut innen und außen immer in einem sauberen und jederzeit vorzeigbaren Zustand gewesen. „Das Mädchen für alles“, scherzte Bürgermeister Hannes Meyer, der in der vergangenen Woche in einer internen Ratssitzung Willi Leiding für seine zuverlässige Arbeit gedankt hat.

Angesprochen wurde der Rentner 1992 vom damaligen Bürgermeister Heinz Schmidt. „Hier blieb vieles liegen, und es war der Wunsch von Heinz Schmidt, im und am Gebäude Ordnung zu halten“, erinnerte sich Willi Leiding. Und so war es denn auch.

Mal waren die Türen nicht abgeschlossen, mal waren Jungs auf das Dach geklettert – kein Problem für Willi, er verschaffte sich Respekt. Aber auch eine Selbstrettung war für Willi Leiding keine besondere Aufgabe. „Bei stürmischem Wetter bin ich auf das Dach gestiegen, um Platten zu zählen, die sich beim Herbststurm gelöst hatten. Ich war ganz allein, als die Leiter umkippte, was nun? Willi hatte eine Lösung parat: „Ich bin vom Kleinkailber-Stand runter gerutscht“, für den rüstigen Rentner auch keine Schwierigkeit. „Die ganze Arbeit hier hat mir immer Spaß gemacht“, resümierte Willi Leiding im Gespräch mit der Harke im Aufenthaltsraum des Schießstandes. Gisela und Heinrich Hambrock werden die ehrenamtlichen Hausmeister-Arbeiten fortführen. Heinrich Hambrock, in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya bekannt als „Schäfer Heinrich“, wird sich mit seiner Frau um das Eigentum der Gemeinde Hämelhausen kümmern. Gisela Hambrock hat schon seit einem Jahr die organisatorische Betreuung des Sportheimes übernommen. Sie ist Ansprechpartnerin für private Feiern. „Etwa zehn private Feiern finden im Laufe eines Jahres statt, Bestuhlung und auch Geschirr ist für 120 Personen vorhanden, die Vereine richten ihre Veranstaltungen und Feste selber aus“, betont Gisela Hambrock.

Bürgermeister Hannes Meyer ist denn auch froh, dass alles seinen gewohnten Lauf geht. „Wir haben hier im Ort ein sehr gutes Mitein ander, wir wollen an der Struktur auch nichts ändern. Ich will als Bürgermeister wissen, was hier gemacht wird, und dass weiterhin auch die Toiletten gepflegt und ordentlich sind“, appelliert der Bürgermeister.

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Erstellt:
30. Dezember 2012, 00:00 Uhr
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