Präsentieren das Programm des Altsachsenevents: Steyerbergs Fleckenbürger Heinz-Jürgen Weber und Liebenaus Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner (rechts). Samtgemeinde Liebenau

Präsentieren das Programm des Altsachsenevents: Steyerbergs Fleckenbürger Heinz-Jürgen Weber und Liebenaus Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner (rechts). Samtgemeinde Liebenau

Liebenau 06.06.2019 Von Die Harke

Die Altsachsen kommen

Treffen an Pfingstsamstag und -sonntag in Liebenau

Das Altsachsenevent findet erneut auf dem Freigelände des Heimathauses Witten Hus in Liebenau statt. Es ist die größte Veranstaltung dieser Art in Norddeutschland, teilt die Samtgemeinde Liebenau mit. Das Event findet Pfingstsamstag von 13 bis 18 und Pfingstsonntag von 11 bis 18 Uhr statt. Es wird organisiert vom Verein „RAUZWI – Lebendige Archäologie Mittelweser“. Schirmherr und Veranstalter ist die Samtgemeinde Liebenau. Der Eintritt ist frei. Bei dieser Veranstaltung wird das frühmittelalterliche Leben der Sachsen und ihrer Nachbarstämme anhand von elf verschiedenen Lagern in lebendiger Form dargestellt. Aus dem gesamten Bundesgebiet reisen dazu Laiendarsteller an, die um größtmögliche historische und archäologische Authentizität bemüht sind. Neben Lagern der Franken, Thüringer, Westfalen und Alemannen sind auch Lager der Sachsen zu sehen, die von der Merowingerzeit bis in die Karolingerzeit hineinreichen.

Ein Schwerpunkt liegt in der Präsentation von Funden und Repliken, die am Sächsischen Gräberfeld von Liebenau und Steyerberg gemacht wurden. Erstmalig gibt es „Wissenschaft zum Schmecken“ in Form des neuen RAUZWI-Senfs, der mit Zutaten aus der Zeit von Karl dem Großen hergestellt wurde. Dieser kann am Info-Stand erworben werden.

Das Sächsische Gräberfeld von Liebenau/Steyerberg ist in der archäologischen Fachwelt bundesweit und international bekannt. Es war über viele Jahre Ausgrabungsschwerpunkt für die Altsachsenforschung und zählt zu den wichtigsten archäologischen Fundstellen, wenn es darum geht, das Leben und die Geschichte der Altsachsen zu rekonstruieren.

Es wird ein Programm geboten, um die Geschichte und die Archäologie nicht nur wissenschaftlich darzustellen, sondern auch erlebbar zu machen. Dazu zählt die Möglichkeit, alte handwerkliche Tätigkeiten auszuprobieren, wie traditionelles Schmieden, Weben, Filzen, Schnitzen oder Kammweben. Auch eine Bogenbahn zum Bogenschießen steht zur Verfügung.

Zusätzlich gibt es Pfingstsonntag um 14 Uhr eine Erlebnisführung über das Gräberfeld zwischen Liebenau und Steyerberg. Die Kosten betragen sechs Euro.

Das Altsachsenevent wird jährlich abwechselnd in Steyerberg und Liebenau veranstaltet. Liebenaus Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner und der Bürgermeister des Flecken Steyerberg, Heinz-Jürgen Weber, die das Altsachsenprojekt nachhaltig unterstützen, danken dem ausrichtenden Verein für sein tatkräftiges Engagement.

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Erstellt:
6. Juni 2019, 12:43 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 02sec

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