Manon Garms DH

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Landkreis 07.11.2017 Von Manon Garms

Die Bundeswehr muss etwas bieten

Guten Tag

Als Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen 2014 verkündete, die Bundeswehr familienfreundlicher machen zu wollen, gab es viel Kritik. Man warf ihr vor, ihre Aufgaben aus ihrer Zeit als Familienministerin einfach auf ihr neues Amt übertragen zu wollen. Es kursierten Karikaturen von bis an die Zähne bewaffneten Soldaten, die einen Kinderwagen schieben. Inzwischen dürfte überall angekommen sein, dass auch Soldatinnen und Soldaten Mütter und Väter sind. Und die haben dieselben Probleme wie Eltern in anderen Berufen: Wer betreut ihre Kinder, wenn sie arbeiten?

In Nienburg gibt es seit vier Jahren die feste Vereinbarung zwischen Stadt und Bundeswehr über die sogenannten Belegplätze in der Kita „Johannisbär“ in Langendamm. Diese Plätze sind für die Mitarbeiter der Langendammer [DATENBANK=1292]Clausewitz-Kaserne[/DATENBANK] vorgesehen, die nicht in Nienburg wohnen – nicht nur für die militärischen, sondern auch für die zivilen Mitarbeiter (Bericht auf Seite 19).

„Im Rahmen der Attraktivitätsagenda sind die Belegplätze wichtig“, sagt Christine Rhein, Leiterin des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Wunstorf. Was sie damit meint: Die Bundeswehr muss etwas bieten, um Mitarbeiter für sich gewinnen zu können. Und dazu gehört – wie bei anderen Unternehmen auch – die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das schließt natürlich die Betreuung von Kindern ein, wenn die Eltern arbeiten.

Vor diesem Hintergrund steht die von der Verteidigungsministerin propagierte Familienfreundlichkeit der Bundeswehr gut zu Gesicht. Schließlich konkurriert sie mit anderen Arbeitgebern um Mitarbeiter.

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Erstellt:
7. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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