Die Festival-Fans dürfen sich jetzt schon auf den nächsten Sommer freuen. Markus Thielemann

Die Festival-Fans dürfen sich jetzt schon auf den nächsten Sommer freuen. Markus Thielemann

The Rake 06.12.2017 Von Die Harke

Die Festivals im nächsten Sommer

Es ist kurz vor Weihnachten und damit ein klein wenig Festivalsaison, denn die immer beliebter werdenden Großveranstaltungen werfen einen langen Schatten voraus. Das Weihnachtsgeschäft ist für die Festivalveranstalter die wohl zweitwichtigste Zeit des Jahres. Deshalb wird in den Büros fleißig geworben, geteasert und veröffentlicht. Sie wissen: Viele potentielle Besucher beginnen schon jetzt mit der Planung des Festivalsommers.

So haben in den vergangenen Wochen fast alle großen Festivals in Deutschland und Europa erste, wichtige Teile ihrer Line-ups veröffentlicht. Grund genug, sich einen Überblick zu verschaffen über die künftigen Festivals in der Region, in Deutschland und dem nahen europäischen Ausland.

Das größte Festivals der Region ist natürlich das Hurricane-Festival in Scheeßel. Das hat zusammen mit seinem parallel stattfindenden Schwesterfestival Southside vor kurzem seine erste Bandwelle veröffentlicht. Headliner sind demnach die kanadischen Indierocklegenden „Arcade Fire“ und die ebenfalls aus Kanada stammende Alternativegruppe „Billy Talent“.

Dazu werben die Veranstalter auf ihrer Website mit „weiteren Headlinern“. Gerüchten zu Folge könnte es sich bei einem dieser Headliner um die US-amerikanische Band „The Killers“ handeln. Diese sei in der betreffenden Zeit in Europa unterwegs, habe momentan aber noch eine Tour unter einem anderen Veranstalter zu Ende zu spielen. Deshalb sei davon auszugehen, dass die Band noch nicht veröffentlicht werden darf, vor dem Hintergrund, dass potentielle Besucher wegbrächen, wenn sie wüssten, dass sie die Band auch nächstes Jahr noch sehen könnten.

Andere Bands, die auf dem Hurricane spielen werden, sind unter anderem die deutschen Festivaldauerbrenner „Kraftklub“, „Broilers“ und „Marteria“, das französische Elektroduo „Justice“, die schottische Rockband „Biffy Clyro“, „The Offspring“ aus Kalifornien oder die Chartstürmer von „Portugal. The Man“ aus Alaska. Dazu kommt die bewährte Mischung aus kleinen, eher unbekannten Indiebands, jungen und alten Hip Hop-Künstlern, wie „Rin“ oder „Dendemann“, Technoacts auf der Whitestage und vielem mehr. Das komplette, bisherige Lineup kann auf der Website eingesehen werden.

Der große Konkurrent des Hurricanes und seines Schwesterfestivals Southside in Süddeutschland ist das andere deutsche Festivalduo Rock am Ring/Rock im Park. Dort stehen die Alterna- tivegötter „Foo Fighters“ um Dave Grohl ganz oben auf dem Lineup, zusammen mit der einzigen virtuellen Musiktruppe der Welt, den „Gorillaz“, und der Pathos versprühenden Band „30 Seconds to Mars“ von Schauspieler Jared Leto.

Thematisch gleicht die Mischung der Bands der des Hurricanes: Ein paar deutsche Trend- und Chartkünstler wie Bausa, Raf Camora oder Yung Hurn, ein paar alteingesessene Rock- und Metalbands wie „Avenged Sevenfold“, „A Perfect Circle“, „Rise Against“ oder „Marilyn Manson“, und eine Handvoll deutsch(sprachig)er Festivaldauerbrenner wie „Bilderbuch“, „Casper“, „Trailerpark“ oder „Milky Chance“. Auch hier steht das gesamte bisherige Lineup auf der Website.

Ein immer beliebter werdendes Festival im Norden ist zudem das Deichbrand-Festival, das sich vermehrt auf deutsche Bands spezialisiert hat und damit Erfolge aufweisen kann. Für nächstes Jahr sind bisher die unkaputtbaren „Toten Hosen“, die schwäbischen Rapsenioren von „Freundeskreis“, der Niedersachse „Bosse“ und die Berliner Indieband „Von Wegen Lisbeth“ bestätigt. Dazu kommt erfahrungsgemäß vieles von den Bands vom Rock am Ring, weil diese aufgrund von Gebietssperren beim Hurricane nicht auftreten dürfen, auf dem Deichbrand allerdings schon, wie zum Beispiel der Rapper „Casper“.

Auch die kleineren Festivals, wie das Appletree-Festival in Diepholz (erste Bands ab 6.12.) oder das Rocken am Brocken in Elend bei Sorge im Harz (u. a. „Die höchste Eisenbahn“) haben oder werden zeitnah ihre ersten Bestätigungen machen. Auch das Reload Festival in Sulingen hat schon ein paar Acts für das nächste Jahr bekannt gegeben. Dabei sein werden unter anderem „Sepultura“, „Eskimo Callboy“ und „Sick Of It All“. Beim Melt Festival in Sachsen-Anhalt werden unter anderem zwei Indiegrößen auftreten: „Florence and the Maschine“ und „The XX“.

Das Open Flair Festival in Eschwege in der Nähe von Göttingen wird nächstes Jahr unter anderem mit den „Beatsteaks“, „Kraftklub“, „Marteria“ und der „Antilopen Gang“ stattfinden.

Die großen europäischen Festivals in der näheren Umgebung haben auch schon ein paar Informationen bekannt gegeben. Beim Graspop Metal Meeting in Belgien spielen unter anderem „Gun‘s and Roses“, „Iron Maiden“ und „Ozzy Osbourne“, das Pinkpop in den Niederlanden wartet bisher mit „Bruno Mars“, „Pearl Jam“ und den „Foo Fighters“ auf, das Rock Werchter in Belgien mit „Pearl Jam“, „Nick Cave“, den „Gorillaz“ und den „Queens of the Stone Age“.

Insgesamt sind im nächsten Sommer eine Menge Bands und Künstler in Europa unterwegs, darunter zusätzlich zu den bisher hier beschriebenen auch „Depeche Mode“, „Jack Johnson“, „Snow Patrol“, „The National“, „Beck“, „Status Quo“, „Kasabian“ und, Gerüchten zu Folge, auch die „Arctic Monkeys“ nach einer mehrjährigen Festivalpause. Man darf also gespannt sein, wen die hiesigen Festivals für das nächste Jahr noch aus dem Hut zaubern.

Zum Artikel

Erstellt:
6. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 26sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.