Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

13.07.2015 Von Stefan Reckleben

Die Flöhe und die Wähler

Erneut kam das hema Tunnelbau zur Verbindung des Langendammer Alten mit dem Nienburger Damm unter der Bahnstrecke zur Sprache: Andreas Schmied (CDU) traf den Nagel auf den Kopf, als er im Ortsrat Langendamm sagte, „wir müssen ehrlich sein. Das wird nie kommen“. Ähnlichen Realismus brachte Ortsbürgermeister Wilhelm Schlemermeyer zum Ausdruck. Damit folgen die beiden Christdemokraten der Verpflichtung aus ihrem Mandat, der Bevölkerung die unbqueme Wahrheit zu sagen und ihnen eben nicht per Sandbüchse „im Himmel ist Jahrmarkt“ in die Augen zu streuen. Verluste von Frisör, Polizist, Bankfiliale, Einzelhandel, Gastronomie und Schule werden als Bedrohung und Veranlassung dafür empfunden, den Ortspolitikern den Marsch zu blasen, das zu ändern.

Das können sie nicht. Frisör, Bänker, Kaufmann und Wirt machen nicht etwa dicht, weil es ihnen Spaß macht. Die Umsätze reichen nicht. Und da hat sich die Bevölkerung auch selbst an die Nase zu fassen. Der Einfluss von Dorfpolitikern in Polizei und Familien reicht nicht so weit, als dass genügend Kinder zu Welt kommen, Abwanderung und Überalterung von Menschen zu verbieten. Ebenso wenig können sie für einen Geldsegen von mindestens 2,5 Millionen Euro für den Tunnel, einen Autobahnanschluss oder einen Langendammer Flughafen sorgen. Frank Podehl, Gerhard Schlieker (beide WG) und Abdel-Karim Iraki (Grüne) zeigen sich als Retter Langendamms, in dem sie der Öffentlichkeit ein Wolkenkuckucksheim vormachen.

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Erstellt:
13. Juli 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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