David Sarkar DH

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Nienburg 10.01.2017 Von David Sarkar

Die Flöte des Grauens

Gestern war ein Tag wie jeder andere? Ein ganz normaler Dienstag? Stimmt nicht. Denn gestern war der Internationale Tag der Blockflöte. Gemeint ist dieses grausame Holzinstrument, mit dem auch der letzte Musikliebhaber in die Flucht geschlagen werden kann. Bereits im 14. Jahrhundert zählte die Blockflöte zu den wichtigsten Holzblasinstrumenten. Leider hat sie sich bis heute trotz aller zivilisatorischer Entwicklung der Menschheit gehalten. Musik kann Grenzen überwinden, bewegen, zu Tränen rühren, Menschen in Ekstase versetzen, aber sie kann auch Schmerzen verursachen. Zum Beispiel, wenn sie von einer Blockflöte erzeugt wird. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen, die früh ein Instrument erlernen. Ich selbst habe als Kind Klavierunterricht gehabt. Die Blockflöte blieb mir jedoch zum Glück erspart. Ihr sonorer Ton ist mir jedoch bis heute von diversen Konzerten im Ohr.

Natürlich ist es ein schöner und niedlicher Moment, wenn man Kinder sieht, die ihren aufgeregten Eltern von der Bühne aus etwas vorflöten und dafür Applaus bekommen. Aber wenn man ganz tief in sich geht und mal ehrlich der Musik gegenüber ist, klingen auf der Blockflöte gespielte Lieder in den seltensten Fällen schön. Meistens klingen sie furchtbar.

Die Blockflöte ist bis heute ja vor allem deshalb so beliebt, weil ihre Beschaffung, der Transport und die Tonerzeugung so einfach sind. Deswegen wird sie uns wohl auch noch lange erhalten bleiben.

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Erstellt:
10. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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