13.03.2020 Von Alan Smithee

Die Formel 1 gibt Plan bekannt, bis 2030 CO2-neutral zu werden

Vor dem Ausbruch des Coronavirus, der aktuell die ganze Welt in Atem hält und schon für zahlreiche Absagen von Großveranstaltungen gesorgt hat, war die Klimaerwärmung das beherrschende Thema in den Medien. Viele Unternehmen und Vereine hatten in den letzten Monaten angekündigt, Maßnahmen zu ergreifen, um das Klima zu schonen. So hat auch die Formel 1 bekannt gegeben, bis 2030 Klimaneutral zu wirtschaften.

Zwar sind die genauen Pläne noch nicht bekannt, doch wurden verschiedene Ansätze vorgestellt und diskutiert. Die Formel 1 hatte zuvor 12 Monate mit der FIA und verschiedenen Klimaexperten beraten, wie es am besten möglich sei, den CO2-Abdruck zu reduzieren. Da die Formel 1 plant, an den Verbrennungsmotoren festzuhalten, gilt es, diese noch effizienter zu machen und den Anteil an Biotreibstoff zu erhöhen.

Allerdings ist der Ausstoß an klimaschädlichen Gasen, der jedes Rennwochenende durch die Formel 1-Boliden zustande kommt, nur einer der kleineren Faktoren. Der größere Anteil an Kohlenstoffdioxid gelangt durch den Transport von Material und Mitarbeitern rund um den Globus in die Atmosphäre. Da der Rennkalender eng gesteckt ist und die Formel 1 in der Vergangenheit versucht hat, so global wie möglich zu agieren, werden jedes Wochenende viele Tonnen an Material und Hunderte Angestellte mit Flugzeugen von Ort zu Ort gebracht.

Als Sportart, die jedes Rennwochenende Hunderttausende Fans an die Rennstrecken der Welt lockt, gilt es auch bei der Anreise der Zuschauer Maßnahmen zu ergreifen. Die Anreise der Personen zur Rennstrecke muss somit auch klimafreundlicher gestaltet werden.

Der Plan der Formel 1 bis 2030 CO2-neutral zu werden, ist sehr löblich. Allerdings haben die Verantwortlichen sich mit dieser Ankündigung sehr viel vorgenommen und es wird nicht einfach werden, dieses Ziel zu erreichen. Zunächst sollen alle Fanveranstaltungen der Rennserie bis 2025 nachhaltig werden. So soll in Zukunft komplett auf Einmalplastik verzichtet werden. Dieses kann relativ einfach mit geringem finanziellem Aufwand durch recycelbare oder kompostierbare ersetzt werden. Zudem sollen Lieferketten und Transportwege optimiert werden, und, wenn möglich, auf klimafreundlichere Transportmedien zurückgegriffen werden. Das Kohlenstoffdioxid, das durch den unvermeidbaren Flugreisen von Crew und Material ausgestoßen wird, soll durch Umweltprojekte, insbesondere durch Pflanzen von Bäumen ausgeglichen werden.

Schließlich setzt die Formel 1 auch auf das Know-how der Ingenieure. In der Formel 1 sind die Besten ihres Faches angestellt und die Rennserie hofft, dass durch ihre Forschung Methoden gefunden werden, Kohlenstoff in der Atmosphäre zu absorbieren. Die Forschung der vielen Techniker hat schon großen Fortschritt im Wirkungsgrad von Motoren gebracht und auch die Entwicklung von Elektro- und Hybridaggregaten deutlich beschleunigt.

Es bleibt abzuwarten, ob die Rennserie die hochgesteckten Ziele erreicht. Zunächst gilt es trotz der Auswirkungen der Corona Epidemie eine erfolgreiche Saison zu gestalten und weiter an Maßnahmen zum Klimaschutz zu arbeiten. Dann können nach und nach die unterschiedlichen Quellen der klimaschädlichen Gase lokalisiert und optimiert werden. Letztendlich muss dann das CO2, dessen Ausstoß nicht vermieden werden kann, durch Umweltprojekte ausgeglichen werden.

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Erstellt:
13. März 2020, 12:04 Uhr
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